Wirtschaft
Ratingagentur Moody’s stuft Bonität Georgiens hoch
Die US-amerikanische Ratingagentur Moody’s hat die Bonität von Georgien von Ba3 auf Ba2 hochgestuft. Damit steigt Georgien in das mittlere Drittel der Bonitätsnote Ba auf.

Die insgesamt als sogenannte „Spekulativnote“ kategorisierte Bewertung besagt, dass die georgische Wirtschaft insgesamt „sehr abhängig von der wirtschaftlichen Gesamtlage“ sei. In einer Stellungnahme zur Bewertung der georgische Bonität sieht Moody’s aber eine „anhaltend stabile Prognose“ für Georgiens Wirtschaft und somit seine Bonität.

Im Bereich lokale Bondmärkte und Einlagenobergrenzen stufte Moody’s Georgien gar von von Baa3 auf Baa1. Damit steht Georgien in der „anlagewürdigen Kategorie“ als „Schuldner mittlerer Güte, der momentan zufriedenstellend agiert“ im oberen Drittel der Note.

Georgische Wirtschaft zeigt sich widerstandsfähig

Bei der Bewertung der Gesamtlage der georgischen Wirtschaft berücksichtigt Moody’s auch Entwicklungen in der Region. In ihrem Bericht schreibt die Ratingagentur:

„Die Aufstufung im Rating und der stabile Ausblick werden durch Moody’s Ansicht unterstützt, dass Georgiens wirtschaftliche Widerstandsfähigkeit angesichts regionaler Wirtschaftsschocks, die 2014 einsetzen, eine wachsende Stärke der georgischen Wirtschaft und ihrer Institutionen aufweist. Vorausblickend werden fortschreitende Wirtschaftsreformen, die durch den Internationalen Währungsfonds (IWF) unterstützt werden, bisherige Kreditschwächen minimieren, was die Kreditstärke fördert.“

- Moody’s, „Global Credit Research“, 11.09.2017


Im Vergleich zu anderen Ländern in der Region habe Georgien es geschafft, eine Rezession zu vermeiden. Den Erfolg dafür schreibt Moody’s der effektiven Makroökonomie und einer starken Bankenaufsicht zu.

Erfolgreiche Reformen und diversifizierter Handel

Des Weiteren sieht Moody’s die georgischen Reformanstrengungen im Wirtschaftssektor als großen Erfolgsfaktor. Konkret werden die umfangreiche Korruptionsbekämpfung, die vereinfachte Besteuerung sowie Arbeitsmarktreformen als Beispiele genannt.

Diese hätten nicht zuletzt einen diversifizierten Handel erlaubt, der sich unter anderem durch das Assoziierungsabkommen und das tiefgreifende und umfassende Freihandelsabkommen mit der Europäischen Union sehr vorteilhaft entwickeln würde.

Glaubhafter Reformwillen

Moody’s erkenne dem Bericht zufolge einen „glaubhaften Reformwillen“ der georgischen Regierung. Dieser lasse auf weitere Reformen hoffen, die bislang anhaltende „Schwächen“ des Wirtschaftssektors bekämpfen könnten. Darunter fallen laut Moody’s vor allem der Bankensektor und die starken Wechselkursschwankungen der georgischen Währung sowie die hohe Anfälligkeit für den Einfluss externer Märkte und regionale Veränderungen.



Den vollständigen Bericht der Ratingagentur Moody’s zur Aufstufung Georgiens finden Sie hier (externer Link).


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