Neue Seidenstraße
Studie: EU muss stärker auf neue Seidenstraße eingehen
Eine aktuelle Studie im Auftrag des Ausschusses für Verkehr und Fremdenverkehr des Europäischen Parlaments zu Chinas „Belt and Road Initiative“ (BRI) kommt zu dem Schluss, dass die Europäische Union stärker auf das chinesische Vorhaben zur Wiederbelebung der Seidenstraße eingehen sollte.

Die Autoren der Analyse erwarten unter anderem eine Ausweitung des Frachtverkehrs zwischen China und Europa und betonen die steigende Bedeutung der Eisenbahn als Transportmittel für diesen Warenaustausch. Generell bedürfe es aber einer besseren Kommunikation der Pläne und Bauvorhaben von chinesischer Seite, sowie eines engeren Austauschs zwischen EU-Vertretern und den chinesischen Verantwortlichen. Die EU müsse sich zudem durch eine fortschreitende Vereinheitlichung ihres Transportwesens für den transkontinentalen Landhandel weiter öffnen. Gleichzeitig empfiehlt die Studie, ausländische Direktinvestitionen einer vorausgehenden Prüfung zu unterziehen, um so zu verhindern, dass Schlüsselindustrien oder wichtige Verkehrsknotenpunkte unter ausländischer Kontrolle stehen. Darüber hinaus müsse sich China aber auch europäischen Investitionen öffnen.

Das Briefing zum Ergebnisse der Studie finden Sie hier (externer Link).
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