Wirtschaft
© Regierung von Georgien
"Tbilisi Belt and Road Forum" wird zum Gipfel der Entschlossenen
Zwei Jahre nachdem das Tbilisi Belt and Road Forum zum ersten Mal stattfand, zeigen sich die Delegierten heute bei der zweiten Ausgabe der Konferenz sehr zufrieden mit dem bislang Erreichten: der Grundstein für eine erfolgreiche wirtschaftliche Zukunft sei gelegt, so der Tenor.

Eine solche Zukunft für die Länder, die sich entlang der verschiedenen Routen in dem von China initiierten Jahrhundertprojekt „Belt and Road Initiative“ bisher stark an dem Projekt beteiligen, könne nur durch die Fortsetzung dieser Bemühungen realisiert werden.

Georgien: Anspruch als Knotenpunkt untermauert

Einig sind sich Regierungs- und Wirtschaftsvertreter in Tbilisi auch darin, dass Georgien es geschafft habe, seinen Anspruch als wichtiger Knotenpunkt auf diesen Routen erfolgreich mit Investitionen und Reformen untermauert zu haben.

Henrik Hololei, Generaldirektor der Europäischen Kommission für Mobilität und Verkehr, nannte Georgien aufgrund seiner Lage, seiner guten Beziehung zur EU und den enormen Investitionen in die nationale Infrastruktur den „natürlichen Partner für die Europäische Union“ in der Bemühung der EU, sich an der Initiative zu beteiligen.

Es wächst damit zusammen was zusammenwachsen soll. Europa und Asien näher zusammenzubringen und die Wirtschaft in den Transitländern zwischen China und der EU wirtschaftlich zu stärken ist das Ziel Chinas. Man müsse „die antiken Verbindungen wieder neu erschaffen, nachdem diese verschwunden seien“, so Hololei.

Investitionen von allen Seiten benötigt

Hervorgehoben wurden auf der Konferenz die Wege, in denen das passieren könnte und Maßnahmen, die nötig seien, um diese Wege zu realisieren. Wichtiges Thema ist dabei die Finanzierung des Billionenprojekts. „China wird und kann nicht das Projekt alleine stemmen“, sagte Ahmet Arslan, Transportminister der Türkei. Der private Sektor sei ebenso gefordert, wie die einzelnen Länder.

Tatsächlich investieren die jeweiligen Regierungen fast alle in großem Umfang in die Infrastruktur ihrer Länder, um ihre Wettbewerbsfähigkeit zu sichern. Beeindruckend wird auf der Konferenz aber bewiesen und von vielen Delegierten betont, dass es sich bei der „Belt and Road Initiative“ nicht um einen Wettbewerb untereinander handele. Die Wettbewerbsfähigkeit wird in Tbilisi als gemeinsames Gut verstanden. Nur wenn alle Länder ihren Beitrag leisten, könne das Potenzial des Projekts voll ausgeschöpft werden.

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