Wirtschaft
© Regierung von Georgien
Modernisierung der georgischen Infrastruktur schreitet voran
Ein weiteres Teilstück der Eisenbahnstrecke Tbilisi-Batumi wurde modernisiert, beziehungsweise umgeleitet. Mit der Einweihung eines neuen 8,5 km langen Tunnels, stehen die Chancen gut, dass ab 2020 Reisende zwischen beiden Städten deutlich schneller ihr Ziel per Bahn erreichen. Auch der Handel soll profitieren.

Premierminister Giorgi Kvirikashvili eröffnete gestern mit einer Rede, in der er die Bedeutung der Eisenbahntrasse Tbilisi-Batumi hervorhob, den Tunnel. Reisende und Güter könnten zukünftig schneller an die wichtigen Knotenpunkte transportiert werden. Vor allem für den Tiefseehafen in Anaklia, der sich derzeit im Bau befindet und Poti als größten Hafen des Landes ablösen wird, sei die Modernisierung der Strecke von größter Wichtigkeit. Beide Projekte zusammengenommen, würden die wirtschaftliche Struktur von Georgien positiv verändern und das Potential des Landes als Transitkorridor zwischen Asien und Europa noch mehr ausschöpfen.

Die Modernisierung der bestehenden Infrastruktur, sowie die Erweiterung derselben, stehen weit oben auf der Agenda der georgischen Regierung. In ihrem Vier-Punkte-Plan ist eine moderne Infrastruktur der wichtigste Teilpunkt, sollen damit doch Handel, Energieversorgung, Wirtschaft und Tourismus nachhaltig gestärkt und gefördert werden.

Georgien ist dabei nicht das einzige Land, das Interesse am Ausbau der nationalen Infrastruktur besitzt. China hat das Land aufgrund seiner Lage zu einem der Knotenpunkte in seinem neuen Transport- und Wirtschaftskorridor zur Wiederbelebung der antiken Seidenstraße auserkoren. Massive Investitionen von chinesischer Seite und aus anderen Ländern sind die Folge. Der erwartbare Gewinn scheint hoch – Georgien rückt damit auch in den Fokus der (wirtschafts-)strategischen Überlegungen anderer Investoren und Länder. Neben dem Logo des China Railroad 23rd Bureau, welches sich für einige Konstruktionen an den schwierigen Abschnitten der Strecke Tbilisi-Batumi verantwortlich zeichnet, war bei der Eröffnung auch das Logo der Deutschen Bahn zu sehen.

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