Gesellschaft / Geschichte
© Ministerium für Umwelt und Landwirtschaft von Georgien
Die Errungenschaften der Moderne in den Bergen von Tusheti
Abgelegen, das heißt heute nicht mehr nur die geografische Abgeschiedenheit oder eine schwere Zugänglichkeit. Stattdessen gilt auch als abgelegen, wo das Handy keine Verbindung anzeigt und „schlimmer“ noch die Regionen, wo es keine Möglichkeit gibt, über das Internet in den Kontakt mit dem Rest der Welt zu treten.

Oftmals kann man die Bilder der mittelalterlichen Wehrtürme der georgischen Region Tusheti (Tuschetien) vor der dramatischen Kulisse der hohen Berge des Kaukasus auf Bildern der Tourismusagenturen bewundern – als Beispiel dafür, welche besonderen, aber auch besonders abgelegenen Gegenden Georgien bietet. Nur trügt mittlerweile der Schein. Helikopter bringen überlebenswichtige Güter und auch Touristen in die Region, wenn Schnee die Straßen versperrt. Geografisch rückt Tusheti damit gefühlt näher an den Rest von Georgien. Und in einer weiteren Hinsicht haben die Errungenschaften der modernen Welt schließlich ihren Weg in das am höchsten gelegene Siedlungsgebiet der Menschen in Europa gefunden:

Das Internet ist jetzt auch in Tusheti verfügbar.

Die Journalistin Nyani Quarmyne hat für die New York Times das Projekt zur Installation der dafür benötigten Infrastruktur begleitet und Arbeiter auf Pferden bei Nacht und Nebel fotografiert, mit den Anwohnern gesprochen, die gespalten sind in ihrer Meinung über die neue Technologie und dabei den Charakter der Region eindrucksvoll eingefangen.

Den Artikel finden Sie hier auf Englisch (externer Link).
Print E-mail
FaceBook Twitter Google
Ähnliche Nachrichten
Ein Jahr nach dem Ende des „Augustkrieges“ reiste Armin Huttenlocher, im Sommer 2009, in das Gebiet nahe der sogenannten Verwaltungslinie des von Russland besetzten Süd-Ossetien.

Direkt an der Hauptstraße stand früher das Haus von Giorgi M.:
Im ersten Quartal von 2018 sollen im georgischen Straßenverkehr laut dem georgischen Amt für Statistik, GeoStat, 107 Personen ums Leben gekommen sein. Diese Zahlen wirken zunächst unauffällig, waren es im gesamten vergangenen Jahr doch 517 Menschen, die im Verkehr ums Leben kamen. Auffällig ist aber, dass über die Jahre kein genauer Trend der Besserung ersichtlich ist.
In einer Botschaft an die Gemeinschaft der Gläubigen anlässlich des 100. Jahrestages der ersten Unabhängigkeit Georgiens hat das Oberhaupt der georgisch-orthodoxen Kirche, Patriarch Ilia II, auch Grundlagen für ein starkes, souveränes Georgien beschrieben.
Transkontinentale Gütertransporte: Die Deutsche Bahn (DB) und der georgische Schienenbetreiber Georgian Railway haben eine Rahmenvertrag unterzeichnet, die die Strategische Partnerschaft beider Unternehmen beim Ausbau der Streckenverbindungen zwischen dem Südkaukasus und Europa vorsieht.