Natur- und Umweltschutz
CC0 Creative Commons License
Premierminister stellt "Initiative Grüne Wirtschaft" vor
Kaum im Amt, setzt der neue georgische Premierminister Mamuka Bakhtadze eine Reihe von Akzenten, die von Kritikern seit langem gefordert werden.

Unter anderem soll dem Schutz von Umwelt und Natur eine erheblich größere Bedeutung zukommen. Georgien leidet massiv unter Luftverschmutzung, verursacht durch Millionen veralteter Kraftfahrzeuge, deren technischer Standard oft Jahrzehnte hinter den heutigen Möglichkeiten liegen und deren Zustand außerdem zwischen 'unzumutbar' und 'unverantwortlich' liegt.

Ein weiteres Problem sind die täglich wachsenden Berge an Müll, für deren Entsorgung es auch nach fast drei Jahrzehnten West-Orientierung kein funktionierendes Konzept gibt. Anstelle moderner Recycling-, Verbrennungs- und Energie-Gewinnungskonzepte kennt man in dem Land, das vom Deutschen Bundestag als "vorbildlichstes unter allen osteuropäischen Kandidaten für eine Aufnahme in die EU" bezeichnet wird, nur das "Deponiekonzept".

Und wo keine Deponie in der Nähe ist, landet der Müll immer öfter in der Landschaft.

Damit soll nun ein für alle Mal Schluss sein. Der Premierminister kündigte durchgreifende Maßnahmen an. Busflotten sollen in den kommenden Monaten ausgetauscht werden. Grüne Wirtschaftsprojekte sollen staatlich gefördert werden. Müllabholung und Verarbeitung soll in wenigen Jahren bereits modernsten Standards genügen.
Print E-mail
FaceBook Twitter Google
Ähnliche Nachrichten
Georgische Unternehmen sollen ab dem 1. Dezember dazu verpflichtet werden, den Abfall zu verringern, der im Produktionsprozess entsteht.
Holz ist nach wie vor eine der wichtigsten Ressourcen im täglichen Leben für viele Menschen in Georgien - vor allem in den ländlichen Gebieten. Traditionell galt der Wald als Gemeingut. Den Georgiern war es erlaubt, ihr Brennholz kostenfrei aus den umliegenden Wäldern zu holen. Doch der unkontrollierte Holzeinschlag eskalierte zunehmend zu einem von kriminellen Bänden organisierten Holzraub, der nicht nur wirtschaftlich, sondern auch ökologisch immensen Schaden verursachte. Die Waldbrände im vergangenen Jahr standen in direktem Zusammenhang damit.
Der designierte Premierminister und vorherige Finanzminister von Georgien, Mamuka Bakhtadze, plant die Einrichtung eines Öko-Ombudsmannes.