Natur/Umwelt
© Ministerium für Umwelt und den Schutz Natürlicher Ressourcen von Georgien
Maßnahmen zu Wiederaufforstung in Georgien eingeleitet
Nach den verheerenden Waldbränden in Georgien in diesem Sommer, wurde eine Kommission zur Koordinierung der Wiederaufforstungsmaßnahmen eingesetzt. Jetzt wurde das genaue Ausmaß der Katastrophe bekannt gegeben.

Nach umfassenden Besichtigungen und Messungen vor Ort, beziffert die Kommission die verbrannte Fläche auf 752 Hektar. Besonders tragisch ist dabei, dass 525ha der Fläche bereits von einem Feuer im Krieg zwischen Russland und Georgien 2008 betroffen waren. Sämtliche aufwendigen Maßnahmen zur Wiederaufforstung in diesen Gebieten waren damit umsonst und das Umweltministerium muss wieder von vorne anfangen.

Verheerende Waldbrände

Georgien wurde in diesem Sommer von ungewöhnlich vielen weiteren Waldbränden getroffen, die Feuerwehren waren zeitweise von den massiven Feuern überfordert. Armee und internationale Helfer wurden zu Hilfe gerufen. Im Anschluss wurden Spendenfonds eingerichtet, um die Wiederaufforstung zu finanzieren und internationale Experten befragt. Unter anderem bereiste der deutsche Forstexperte Dr. Helmut Koschel für mehrere Tage nach Georgien und beriet die georgischen Behörden zu Wiederaufforstung.

Aufgabe für die kommenden Jahrzehnte

Diese könnte noch Jahrzehnte dauern, denn teils ist mit dem Wald auch die Humusschicht im Boden verbrannt und viele der abgebrannten Gebiete liegen so schwer erreichbar, dass sie nur in aufwendiger Arbeit wieder bepflanzt werden können, um so der Natur unter die Arme zu greifen.

Die Kommission plant in Kürze einen Fahrplan für die Maßnahmen zu veröffentlichen und dann so schnell wie möglich mit der Wiederaufforstung zu beginnen.

Die Waldbrände in diesem Sommer waren verheerend und von riesigen Ausmaßen (© JamNews)
Die Waldbrände in diesem Sommer waren verheerend und von riesigen Ausmaßen (© JamNews)
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