Natur/Umwelt
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Moderne Energiegewinnung zum Schutz der Nationalparks in Georgien
In Kooperation mit dem Entwicklungsprogramm der Vereinten Nationen initiierte die georgische Regierung die Installation alternativer Energiegewinnungsanlagen in drei Dörfern im westlichen Georgien, um so den Raubschlag in nahegelegenen, eigentlich geschützten, Wäldern zu reduzieren.

In diesem Pilotprojekt wurden mehrere Haushalte und eine Schule in Adjara (Adscharien) mit Solarpanels auf den Dächern oder energieeffizienten Öfen, die mit Biomassebrennstoffbriketts befeuert werden, ausgestattet. Zudem erhielten die Bewohner der Dörfer Schulungen im energieeffizienten Heizen.

Das Ziel der Initiative ist nicht ausschließlich eine höhere Energieeffizienz in den drei Dörfern zu erreichen. Vielmehr soll den Bewohnern eine Alternative zum Heizen mit Brennholz aufgezeigt werden, da dieses häufig illegal in den nahe gelegenen Nationalparks und geschützten Wäldern der Kolchis-Region geschlagen wird. Somit gehen die Bewohner der Dörfer mit den neuen Energiegewinnungsanlagen eine gewisse „Selbstverpflichtung“ ein, künftig immer weniger Holz zu schlagen – zum Schutz der Natur. Schätzungen zufolge sollen so dieses Jahr 100 m³ und im kommenden 500 m³ weniger Holz geschlagen werden.

Dass der Schutz der Wälder in Georgien reformiert werden muss, zeigte sich in diesem Sommer in dramatischer Weise, als Dutzende Waldbrände teils verheerende Schäden an der Natur anrichteten. Zur Aufarbeitung der Brände und als Ratgeber dafür, wie die Wälder besser konserviert werden könnten, reisten internationale Spezialisten nach Georgien, unter ihnen auch der deutsche Förster Dr. Helmut Koschel. Er hatte auch auf das Problem hingewiesen, dass zu vielen Bewohnern der ländlichen Regionen schlicht die Alternativen zum Holzschlag fehlten, um die für den Alltag benötigte Energie gewinnen zu können.
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