Infrastruktur
© Regierung von Georgien
Georgien setzt auf umweltverträglichere Bio-Energie
Das georgische Energieministerium und der zuständige Minister, Ilia Eloshvili, wollen in der Zukunft mehr auf erneuerbare Energien setzen und werden versuchen, vor allem aus Biomasse Energie für ländlichen Regionen gewinnen.

In einem Arbeitstreffen, dem Vertreter der Ministerien für Landwirtschaft und Umwelt beiwohnten, sowie zusätzliche Experten und Nichtregierungsorganisationen beiwohnten, wurden die Möglichkeiten von Biomasse als Energiequelle diskutiert. Der Präsident des Litauischen Biomasse Energie-Verbandes (LITBIOMA), einem Ableger des europäischen Dachverbandes AEBIOM, war ebenfalls eingeladen, um einen Einblick in den Umgang des baltischen Landes mit dieser Energiequelle zu geben.

Sägespäne und Abfälle als Energiequelle

Eloshvili sprach davon, dass bislang eine so große Menge an Biomasse ungenutzt verbleibe, dass sie ausreichen würde, um die Beheizung der meisten Haushalte in ländlichen Regionen zu ermöglichen, wenn diese als Energiequelle genutzt werde. Abfälle aus der Land- und Forstwirtschaft, sowie der Holzverarbeitung zählt das Ministerium zur Biomasse. Die Vorteile seien mannigfaltig, könnte so etwa die illegale Rodung von Waldflächen für Feuerholz eingedämmt werden und vor allem ein Beitrag zum Schutz der Umwelt geleistet werden. Insgesamt soll das Projekt nach Hoffnung des Ministeriums die Lebensqualität der Bewohner in abgelegenen Regionen erhöhen und kleine, lokale Unternehmen fördern.

Über den zeitlichen Rahmen der geplanten Förderung von Energie aus Biomasse wurde nichts bekannt gegeben.

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