Reformen
Georgien führt Vorschriften für energieeffizientes Bauen ein
Georgien begeht im Bereich Energieeffizienz den nächsten großen Schritt: alle privaten und öffentlichen Neubauprojekte zwischen 2017 und 2022 sollen einer Reihe von neuen Regulierungen für energieeffizientes Bauen unterliegen.

„Grüne“ und nachhaltige Technologien sind nicht nur längst in der georgischen Politik angekommen, sondern finden auch im Bauwesen immer größeren Anklang. Die Lernkurve von Produktions- und Instandhaltungskosten erlauben mittlerweile einen flächendeckenderen Einsatz, um einen traditionell sehr energieaufwendigen Sektor, wie den der Baubranche, umweltfreundlicher zu gestalten.

Die georgische Regierung hat dies erkannt. Eine angedachte Anpassung der Bauvorschriften hin zu einer energieeffizienteren Ausgestaltung von Neubauten konkretisiert sich nun. In jüngsten Beratungen wurden nicht nur konkrete Rahmenbedingungen besprochen, sondern auch, inwiefern man die Standards der Europäischen Union im Hinblick auf die Reformen einbeziehen kann.

„Bald werden alle Neubauten in Georgien noch energieeffizienter. In der Zwischenzeit werden wir sicherstellen, dass alte, bereits existierende Gebäude hin zu mehr Energieeffizienz umgerüstet werden. Dies wird zur ökonomischen Sicherheit von Georgien beitragen und die Ausgaben der Bürger senken“, so die georgische Vizeministerin für Wirtschaft und Nachhaltigkeit, Irma Kavtaradze, nach einem Treffen mit einer Delegation der EU.
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