Natur/Umwelt
© Emergency Management Agency of Georgia
Schwere Unwetter in Mestia:
Militär unterstützt Katastrophenschutz
Seit Tagen kämpfen Rettungshelfer gegen die Folgen einer Flutkatastrophe in der Region Mestia in Oberswanetien. Der Fluss Nenskra war nach starken Regengüssen und einem Erdrutsch über die Ufer getreten und hatte in reißender Geschwindigkeit Bäume, Autos und sogar Häuser mitgerissen.

Angesichts des Grads der Zerstörung und der schwierigen Lage vor Ort hat der georgische Präsident Giorgi Margvelashvili die Entsendung von Soldaten zur Unterstützung der Katastrophenhelfer veranlasst. Mit schwerem Gerät und 18 Militäringenieuren sollen Sie bei den Aufräumarbeiten unterstützen.

Zwar werden für die kommenden Tage weitere Niederschläge gemeldet; die Lage sei aber mittlerweile unter Kontrolle und die Gefahr weiterer Schäden auf ein Minimum reduziert, sagte die Einsatzleitung in einer Bestandsaufnahme.

Militär soll abgeschnittene Orte erreichen

Die Spuren der Verwüstung indes sind umso deutlicher. Noch immer sind sieben von zehn Ortschaften im Kreis Chuberi, Teil der Munizipalität Mestia, von der Außenwelt abgeschnitten. Helfer versuchen zu den Betroffenen vorzudringen.

Aufgrund des weiterhin schlechten Wetters und unwegsamen Terrains erweist sich das als schwierig. Hubschrauber können nur sehr bedingt eingesetzt werden. Mit einer 50 Meter langen Paneelbrücke will das Militär unter anderem versuchen, die Anwohner zu erreichen und in Sicherheit zu bringen.

Margvelashvili und der georgische Minister für Flüchtlingsangelegenheiten sicherten den Betroffenen derweil jedwede Hilfe zu, um die Folgen der Naturkatastrophe zu bewältigen.
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