Natur/Umwelt
Reinhold Messner soll "Caucasus Mountain Center" bauen
In Swanetien, einer der faszinierendsten Bergregionen des Kaukasus, soll ein Pendant zu Reinhold Messner's Süd-Tiroler "Mountain Museum" entstehen. Das haben der berühmte Alpinist und der Premierminister von Georgien, Giorgi Kvirikashvili, nach einem erneuten Besuch von Messner in Georgien bekannt gegeben.

Reinhold Messner hatte im vergangenen Sommer erstmals den georgischen Teil des Kaukasus bereist und sich insbesondere von der Hochgebirgswelt und jahrtausendealten Kultur Swanetiens begeistert gezeigt.

Den "Mythos Kaukasus" erfahrbar machen

Wie man die Vielfalt der Natur in einer Bergwelt und den Facettenreichtum der Kultur und Geschichte in dieser Umgebung für Besucher erfahrbar machen kann, hat Messner mit den insgesamt sechs Stationen seines "Mountain Museums" in Süd-Tirol und Belluno gezeigt. Besucher "erwandern" sich die sorgsam zusammengestellten Informationen. Sehen, erleben, verstehen schließen sich zu einem unvergesslichen Erlebnis. Dabei sind die Standorte keineswegs nur "museal" im althergebrachten Sinn, sondern eine Kombination aus historischen Orten - wie, zum Beispiel, Castel Firmiano, einer im Jahr 945 nach Christus erstmals erwähnten Burganlage, oder dem im späten Mittelalter erbauten Schloss Juval - und dem "Museum in den Wolken", dessen futuristische Architektur auf dem Monte Rite auf den Fundamenten eines Forts aus dem Ersten Weltkrieg errichtet wurde.

Der georgische Premierminister Giorgi Kvirikashvili im Gespräch mit Reinhold Messner und dem Architekten Werner Tscholl. (Quelle: Facebook / Giorgi Kvirikashvili)
Der georgische Premierminister Giorgi Kvirikashvili im Gespräch mit Reinhold Messner und dem Architekten Werner Tscholl. (Quelle: Facebook / Giorgi Kvirikashvili)

Aus der Tiefe bis zu den Gipfeln

"Die Wege, Treppen, Türme führen die Besucher aus der Tiefe der Gebirge, wo Entstehung und Ausbeutung der Berge nachvollziehbar werden, über die religiöse Bedeutung der Gipfel als Orientierungshilfe und Brücke zum Jenseits, bis zur Geschichte des Bergsteigens und zum alpinen Tourismus unserer Tage." - So hat Reinhold Messner es einmal formuliert. So soll es jetzt auch in Georgien, am Berg Ushba, möglich werden. Wobei derselbe Architekt wie auch in Süd-Tirol verantwortlich zeichnen soll: Werner Tscholl.

Noch müssen Einzelheiten des Projekts ausgearbeitet werden. Eine Übernahme der Finanzierung indes ist seitens der georgischen Regierung fest zugesagt.


Copyright Titelbild: Das Büro des Premierministers von Georgien
Print E-mail
FaceBook Twitter Google
Ähnliche Nachrichten
Trotz sinkender Temperaturen und regelmäßigem Niederschlag kam es in Georgien erneut zu Waldbränden – dieses Mal im Wald Chailuri in der Region Kakheti im Osten Georgiens.
Nach den verheerenden Waldbränden in Georgien in diesem Sommer, wurde eine Kommission zur Koordinierung der Wiederaufforstungsmaßnahmen eingesetzt. Jetzt wurde das genaue Ausmaß der Katastrophe bekannt gegeben.
Nachdem in diesem Jahr schon unverhältnismäßig früh im September der erste Schnee gefallen war, hat der Winter die hoch gelegenen Regionen von Georgien bereits fest im Griff.