Natur/Umwelt
Pilotprojekt fördert Solarenergie für Schulen
Die Sonne als verlässliche Energiequelle: Viele Experten zweifeln den Mehrwert und die Umsetzbarkeit von Solartechnik in Georgien an. Ein neues Pilotprojekt will Skeptikern nun zeigen, dass sich Investitionen lohnen können.

Der Südkaukasus ist zwar nicht ungeeignet für die Nutzung von Solarenergie. Doch Investitionen in andere erneuerbare Energieträger, wie etwa Wasserkraft, sind noch immer rentabler und versprechen größere Produktionskapazitäten.

Ein neues Projekt will nun auch auf die Vorteile von Solarenergie aufmerksam machen. Initiiert vom georgische Bildungsministerium und unterstützt durch die Asiatische Entwicklungsbank werden landesweit 15 georgische Schulen mit Solarpanelen ausgestattet. Sie sollen den Betrieb der Schulgebäude energieeffizienter machen.

Der georgische Bildungsminister Mikheil Chkhenkeli sieht darüber hinaus einen pädagogischen Mehrwert. Den Gebrauch von erneuerbaren Energien vorzuleben, würde Kindern im jungen Alter bereits die Vorzüge von regenerativen Energien näherbringen.

Fraglich bleibt derweil, inwiefern Solarenergie auch flächendeckend zum Anteil erneuerbarer Energien in der georgischen Energiewirtschaft beitragen kann. Noch sind Investitionen in Solartechnologien verhalten. Projekte zu alternativen Energieträgern konzentrieren sich noch immer stark auf Wasser- und zunehmend auch auf Windkraft. Das Pilotprojekt könnte jedoch zur Lernkurve in der georgischen Energiewirtschaft beitragen und als ein positives Beispiel Folgeprojekte inspirieren.

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