Wirtschaftliche Entwicklung
© Energieministerium von Georgien
Neue Wasserkraftwerke für steigenden Energieverbrauch
Aktuelle Statistiken zum Energieverbrauch belegen, dass die georgische Bevölkerung und die Wirtschaft immer mehr Energie verbrauchen. Um den Bedarf zu decken, sollen alleine 2018 drei neue Wasserkraftwerke in Betrieb genommen werden, aber auch der Import von Gas aus Aserbaidschan soll gesteigert werden.

Zwischen Januar 2017 und November 2017 habe der nationale Verbrauch um 8,6% zugenommen berichtet die Caucasus Business Week. Das wachsende Wirtschaftsleistung und der gestiegene Wohlstand sind die Hauptgründe für den größeren Bedarf. 2016 lag der Gesamtverbrauch bei 4330500 TOE (Äquivalent zu einer Tonne Rohöl). Die heimische Produktion, die vor allem auf Wasserkraft und grüne Energie allgemein setzt, kann dabei den Bedarf nicht decken. Vor allem Gas und Erdöl werden importiert – ein großer Teil aus dem rohstoffreichen Nachbarstaat Aserbaidschan.

Bares statt Erdgas aus Russland

Erhielt Georgien 2017 noch 10% der russischen Erdgasexporte nach Armenien als Bezahlung für den Transport des Gases über georgisches Territorium, wird der Gegenwert in diesem Jahr in bar ausgezahlt. Gasimporte aus Aserbaidschan sollen die entstandene Versorgungslücke füllen, so die neue nationale Gasversorgungsrichtlinie.

Langfristig setzt die georgische Regierung auf eine Stärkung der nationalen Energieproduktion und kann im Rahmen des Programms „Invest in Georgia“ Erfolge in der Erschließung der georgischen Energiereserven vorweisen. Immer neue Wasserkraftwerke werden errichtet und ältere Werke renoviert um mit grüner Energie die nationale Wirtschaft und Bevölkerung zu versorgen. Mindestens drei neue, kleinere Kraftwerke werden im November dieses Jahres ans Netz gehen.
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