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Die gigantische Vielfalt im georgischen Weinanbau
Georgischer Wein ist derzeit in aller Munde. Zeitungen, Magazine und Webseiten aus der ganzen Welt befassen sich mit der Weinbautradition in der jungen Demokratie im Kaukasus.

Dass die Domestizierung von Reben und die Produktion von Wein wohl erstmals in Georgien vor rund 8.000 Jahren stattfand, eröffnete eine kürzliche wissenschaftliche Studie, die international große Aufmerksamkeit erhielt. Bekannt ist über den georgischen Wein auch, dass er meist aus anderen Reben produziert wird, als es mittlerweile Standard ist. Chardonnay und Riesling werden auch hier angebaut – der internationale Markt erfordert es – Rkatsiteli, Saperawi, Tsinandali, oder Mukuzani gehört aber die Aufmerksamkeit internationaler Weinkenner. Die Neugierde, einen unbekannten Wein zu kosten, dürfte derzeit wohl fast nirgendwo so leicht zu befriedigen sein, wie in Georgien.

Wie enorm diese Vielfalt tatsächlich ist, benannte heute die Nationale Weinbehörde von Georgien in Zahlen: Über 500 verschiedene, einheimische (!) Traubensorten werden in Georgien angebaut. Zwar werden bislang nur etwa 40 Sorten offiziell für den Weinbau gelistet, diese Zahl dürfte aber in den nächsten Jahren steigen, wenn die georgischen Winzer, aller Voraussicht nach, ihre Position auf dem Exportmarkt weiter gestärkt haben und Zeit finden, mit neuen Sorten zu experimentieren und diese offiziell zuzulassen.
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