Natur/Umwelt
CC0 Creative Commons License
Georgien im Schnee
Der Winter beginnt vielversprechend in Georgien, wenn auch verbunden mit einigen Herausforderungen für die Menschen, die in den betroffenen Gebieten leben: seit Donnerstag hat in verschiedenen Teilen des Landes heftiger Schneefall eingesetzt.

Im nordöstlichen Bezirk Stepandsminda wurden einige Straßenabschnitte für schweren Verkehr gesperrt. Freuen dürften sich über den Schneefall dennoch viele im Bezirk, liegt dort doch mit Gudauri das beliebteste Skigebiet des Landes, welches sich inzwischen zu einem international beliebten Treffpunkt für Freeskier entwickelt hat. Viele schwärmen von den unendlichen Möglichkeiten abseits der Piste, entweder per Helikopter oder mit Wanderskiern aufzusteigen und dann unberührte Abfahrten im besten Pulverschnee zu nehmen.

Helikopter statt Autos

Für manche Bewohner in den georgischen Bergen ist der Winter die bestimmende Jahreszeit. Manchmal fällt, wie in diesem Jahr, schon im September Schnee und es dauert bis in den späten Frühling, bevor die weiße Pracht wieder schmilzt. Dass Straßen gesperrt werden ist Routine, in Tusheti fliegt deswegen ein Helikopter wöchentlich Bewohner, wichtige Güter und auch Touristen in die Dörfer, die zu den höchst gelegenen Besiedlungen in Europa zählen.

Print E-mail
FaceBook Twitter Google
Ähnliche Nachrichten
Die Waldbrände, die im vergangenen Jahr in Georgien verheerende Schäden angerichtet haben, waren der Anlass für eine komplette Neuorganisation des Katastrophenschutzes im Land und für die Anschaffung von neuer technischer Ausrüstung. Unter anderem wurden jetzt zwanzig neue Löschfahrzeuge in Dienst gestellt, die besonders geeignet sind für unwegsames Gelände und Löscharbeiten während der Fahrt.
Schwere und ununterbrochene Regenfälle haben in den Regionen um Batumi und Samegrelo im Westen von Georgien zu Überschwemmungen geführt. Mehrere Straßenzüge stünden komplett unter Wasser.
Es sind Aussagen, wie man sie sich von der Politik öfter wünschen würde: Unmissverständlich spricht sich der Vorsitzende des parlamentarischen Ausschusses für Umweltschutz und natürliche Ressourcen, Kakha Kuchava, für eine nachhaltige und „grüne“ Wirtschaft in Georgien aus. Er folgt damit dem Antrieb des georgischen Premierministers Mamuka Bakhtadze, der vor wenigen Tagen die „Initiative Grüne Wirtschaft“ präsentiert hatte.
Die Europäische Kommission und die Notfall-Serviceverwaltung von Georgien haben sich auf eine Vereinbarung geeinigt, die die Vertiefung der bisherigen Zusammenarbeit im Bereich des Zivilschutzes und der Krisenreaktion im Fall von Naturkatastrophen vorsieht.
Seit Tagen kämpfen Rettungshelfer gegen die Folgen einer Flutkatastrophe in der Region Mestia in Oberswanetien. Der Fluss Nenskra war nach starken Regengüssen und einem Erdrutsch über die Ufer getreten und hatte in reißender Geschwindigkeit Bäume, Autos und sogar Häuser mitgerissen.