Tags : Zalkaliani
Articles
Zehn Tage nachdem die Georgierin Maia Otinashvili von De-facto-Truppen der von Russland besetzten Region Tskhinvali / Süd-Ossetien verschleppt worden war, ist sie nun wieder freigekommen.
Das Internationale Komitee des Roten Kreuzes durfte nach Tagen der Verhandlungen die nach Tskhinvali verschleppte Georgierin Maia Otinashvili besuchen. Gerüchte, Otinashvili sei im Zuge ihrer Verschleppung oder im Gewahrsam körperlicher Gewalt ausgesetzt gewesen, hat die Organisation bislang weder bestätigt noch dementiert.
Bundeskanzlerin Angela Merkel hat die Einladung der georgischen Regierung angenommen und will „in Kürze“ zu einem Staatsbesuch nach Georgien kommen. Dies bestätigte der georgische Premierminister Mamuka Bakhtadze nach einem Gespräch mit der deutschen Botschafterin in Georgien, Heike Peitsch.
Deutschland wird die Beteiligung an der finanziellen Unterstützung der Östlichen Partnerschaft, dem zentralen Kooperationsmechanismus des Europäischen Auswärtigen Dienstes mit ehemaligen Sowjetrepubliken, weiter ausbauen. Dies sicherte Dirk Wiese, Koordinator für die zwischengesellschaftliche Zusammenarbeit mit Russland, Zentralasien und den Ländern der Östlichen Partnerschaft im Auswärtigen Amt, dem georgischen Außenminister Davit Zalkaliani in Berlin zu.
Noch mehr und noch engere Zusammenarbeit. Klare Unterstützung bei Georgiens euroatlantischer Integration: Das versprach der deutsche Außenminister Heiko Maas seinem georgischen Amtskollegen Davit Zalkaliani anlässlich des ersten Treffens der beiden in Berlin. Maas würdigte die „sehr gute und freundschaftliche Beziehung“ beider Länder und hob insbesondere die Geschwindigkeit des Reformprozesses in Georgien hervor.
Die Provokationen der völkerrechtswidrig selbsterklärten „Republik Süd-Ossetien“ erreichen neue Stufen: Das De-facto-Regime von Süd-Ossetien / Tskhinvali hat eine sogenannte „Grenzverlaufskommission“ eingerichtet, die in einer ersten „Amtshandlung“ Anspruch auf ein Gebiet und ein Dorf erklärt, das bislang unzweifelhaft diesseits der sogenannten „Verwaltungslinie“ liegt.