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Der georgische Präsident Giorgi Margvelashvili hat dem in süd-ossetischem Polizeigewahrsam mutmaßlich zu Tode gefolterten Archil Tatunashvili posthum den georgischen Ehrenorden für „außerordentliche bürgerliche Verantwortung und Mut“ verliehen. Margvelashvili überreichte die Auszeichnung den Eltern von Archil Tatunashvili.
Das De-facto-Regime von Tskhinvali / Süd-Ossetien verweigert weiterhin die Kooperation bei der Aufklärung des Falls Archil Tatunashvili. Der Versuch, ein turnusgemäß anstehendes Treffen der Konfliktparteien (Georgien, Abchasien, Tskhinvali/Süd-Ossetien), unter Vorsitz von Vertretern der EU und der OSZE zu nutzen, um von Tskhinvali eine Zusage zu bekommen, dass die bei der Übergabe des Leichnams von Archil Tatunashvili zurück behaltenen Organe an die georgischen Behörden für eine Untersuchung übergeben würden, scheiterte, trotz zehnstündiger Verhandlungen.
Die Europäische Union bewertet die Entwicklungen zum Schutz der Menschenrechte im Jahr 2017 in Georgien positiv. In vielen Bereichen habe sich die Situation in Georgien verbessert. Dies ist das Ergebnis des 11. jährlichen Dialogs über die Lage der Menschenrechte zwischen Vertretern der EU und der Regierung Georgiens.
Die De-facto-Behörden von Tskhinvali / Süd-Ossetien haben dem Leichnam von Archil Tatunashvili fast alle inneren Organe entnommen, bevor die sterblichen Überreste an Georgien übergeben wurden.
Im Fall des in Tskhinvali / Süd-Ossetien verschleppten und in Polizeigewahrsam zu Tode gekommenen Archil Tatunashvili hat sich erstmals ein Familienmitglied öffentlich geäußert. In einem Interview mit einem georgischen TV-Sender sagte die Mutter von Archil Tatunashvili: „Mein Sohn wurde nicht nur ermordet. Mein Sohn wurde brutal gefoltert und dann hingerichtet.“
Mit militärischen Ehren und in Anwesenheit des Präsidenten, des Premierministers sowie zahlreicher Mitglieder des georgischen Kabinetts und des Parlaments fand heute die Trauerfeier für Archil Tatunashvili statt. Im Anschluss daran wurde Tatunashvili auf dem Militärfriedhof von Muchatgverdi bestattet.
Der Tod eines bis vor Kurzem unbekannten georgischen Bürgers wird zum Fanal und zum Symbol: In einer bislang noch nie dagewesenen, Parteien übergreifenden Einigkeit hat das georgische Parlament eine Resolution verabschiedet, die die „fortdauernde Verletzung elementarer Menschenrechte durch die Russische Föderation in den besetzten Gebieten“ aufs Schärfste verurteilt.
Die Untersuchungen am Leichnam des verstorbenen Archil Tatunashvili haben ergeben, dass er vor seinem Tod Verletzungen erlitt. Der Gouverneur der Region Akhalgori, Nugzar Tinikashvili, bestätigte dieser Erkenntnis gegenüber Medienvertretern.
26 Tage nachdem der georgische Staatsbürger Archil Tatunashvili im Polizeigewahrsam in der von Russland besetzten Region Tskhinvali / Süd-Ossetien zu Tode gekommen war, wurde sein Leichnam von den De-Fact-Behörden der von Russland besetzten georgischen Region frei gegeben und vom Internationalen Roten Kreuz nach Georgien überführt.
Das russische Außenministerium hat auf den Aufruf des georgischen Premierministers Giorgi Kvirikashvili geantwortet, in dem er Russland zu einer konstruktiveren Haltung in der Konfliktlösung um die von Russland besetzten Gebiete Georgiens aufgefordert hat: Man „begrüße“ den Vorstoß und sei „bereit so weit zu gehen, wie es Tbilisi ist", heißt es in der Stellungnahme des russischen Außenministeriums.