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Die georgische Justiz erhält nach eigener Aussage auch weiterhin keinen Zugang zum in Aserbaidschan inhaftierten Journalisten Afghan Mukhtarli. Da die aserbaidschanischen Behörden zudem keine Dokumente an die georgische Seite weitergeleitet haben, stocken die georgischen Ermittlungen.
Das Bezirksgericht von Belaqani in Aserbaidschan hat den regimekritischen Journalisten Afghan Mukhtarli wegen angeblichem illegalem Grenzübertritt, Geldschmuggel und Widerstand gegen die Staatsgewalt zu sechs Jahren Haft verurteilt. Weltweit wurde das Urteil als politisch motiviert kritisiert.
Laila Mustafaeva, Journalistin und Ehefrau des vor wenigen Monaten entführten Journalisten Afghan Mukhtarli, befindet sich nach Angaben ihres Anwalts zusammen mit ihrem Sohn in Deutschland.
Zum Abschluss seines zweitägigen Aufenthalts in Tbilisi äußert sich Harlem Désir, OSZE-Beauftragter für Medienfreiheit, positiv zu den anvisierten Verfassungsreformen des Landes. Große Sorge bereite ihm jedoch der Entführungsfall des aserbaidschanischen Journalisten Afgan Mukhtarli.
Die Nichtregierungsorganisation Reporter ohne Grenzen hat die Freilassung des in Aserbaidschan in Haft festgehaltenen Journalisten Afghan Mukhtarli gefordert.
Im Fall des entführten aserbaidschanischen Journalisten hat sich jetzt der georgische Ombudsmann für die Aufrechterhaltung von Menschenrechten und Freiheiten unter georgischem Recht auf georgischem Gebiet zu Wort gemeldet. Er legte dem georgischen Generalstaatsanwalt einen Antrag vor, der die unabhängige Untersuchung des Hergangs und den Opferstatus für Mukhtarli vorsieht.
Im Fall des in Georgien verschleppten, in Aserbaidschan wieder aufgetauchten und inhaftierten, aserbaidschanischen Journalisten Afgan Mukhtarli schaltet sich nun der georgische Präsident, Giorgi Margvelashvili, ein. In einem Treffen mit Mukhtarlis Frau, Leyla Mustafayeva, versprach er, sich persönlich dafür einzusetzen, dass die Ermittlungen in dem Fall zügiger zu Ergebnissen führten.
Der georgische Premierminister Giorgi Kvirikashvili hat sich angesichts wachsenden Drucks auf Regierung und Behörden erneut zum Fall des angeblich in Georgien verschleppten und in Aserbaidschan inhaftierten aserbaidschanischen Journalisten Afgan Mukhtarli geäußert.
Rund 200 Journalisten aus 16 Ländern haben in einem Brief die sofortige Freilassung des in Aserbaidschan inhaftierten Journalisten Afghan Mukhtarli gefordert. Dieser sei nach ihrer Auffassung im georgischen Exil „gekidnappt“ und nach Aserbaidschan „geschmuggelt“ worden.
Das EU-Parlament hat eine Resolution zum Fall des unlängst unter mysteriösen Umständen in Georgien verschwundenen und in einer aserbaidschanischen Haftanstalt wieder aufgetauchten Journalisten Afgan Mukhtarli verabschiedet.