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Eine Woche nach dem NATO-Gipfel 2018 traf eine georgische Delegation unter Premierminister Mamuka Bakhtadze den Generalsekretär der NATO, Jens Stoltenberg, in Brüssel. In den Gesprächen unterstrich Stoltenberg NATO’s Unterstützung in der Wiederherstellung der territorialen Integrität von Georgien und führte zukünftige Maßnahmen der Zusammenarbeit zwischen dem Verteidigungsbündnis und Georgien aus. Stoltenberg rief außerdem Russland zum Unverzüglich Rückzug aus den besetzten Gebieten in Georgien auf.
Der NATO-Gifpel 2018 in Brüssel endete mit einer separat verfassten Erklärung der NATO-Georgien Kommission. Darin bekennen sich die Staats- und Regierungschefs der NATO zur Vorreiterrolle von Georgien in der Region und der zukünftigen Mitgliedschaft des Landes in der NATO.
Die NATO-Mitglieder werden die Fortschritte von Georgien auf dem Weg zu einer NATO-Mitgliedschaft entsprechend würdigen, sagte NATO-Generalsekretär Jens Stoltenberg vor dem Gipfeltreffen in Brüssel.
Unvergessen ist in Georgien der NATO-Gipfel, der in den ersten Apriltagen 2008 in Bukarest stattfand. Die USA hatte Georgien den Beitritt in Aussicht gestellt; europäische Verbündete indes – allen voran Deutschland – äußerten erhebliche Bedenken und legten in einer dramatisch verlaufenen Sitzung ihr Veto ein. US-Präsident George W. Bush war blamiert. Die Georgier empört (vor allem über Bundeskanzlerin Angela Merkel) und der georgische Staatspräsident Mikheil Saakashvili ohne Plan B. Die einzigen, die von der heiklen Situation profitierten, waren die Machthaber im Kreml.

Nach dem vierten Treffen des EU-Georgien-Assoziationsrats in Brüssel zeigten sich die Vertreter beider Seiten hochzufrieden mit der Entwicklung der Beziehungen zwischen Georgien und der Europäischen Union seit der letzten Zusammenkunft des Rats Ende 2016.
Georgien kann nach Ansicht der NATO-Georgien-Kommission große Erfolge bei der Umsetzung der Maßnahmen, die im gemeinsamen Jahresplan vereinbart wurden, vorweisen. Gleichzeitig bewertete die Kommission bei ihrer Tagung in Brüssel die Reformen der georgischen Regierung in den Bereichen der Demokratieförderung, Wirtschaft und Sicherheit als bedeutend.
Deutschland stellt im Rahmen des NATO-Programms „Substantial NATO-Georgia Package“ weitere 500.000 Euro für den Ausbau zweier militärischer Ausbildungs- und Trainingszentren in Georgien bereit.
Der Militärausschuss der NATO würdigte in Brüssel den georgischen Beitrag zu Sicherheit und Stabilität als Partner der Verteidigungsallianz und betonte die unverändert starke Bekenntnis zum „Substantial NATO-Georgia Package“-Programms zur Vertiefung der Kooperation.
Die Attentäter vom 11. September 2001 hatten in Hamburg studiert. Jene, die 2015 im Pariser Musik-Club ‚Bataclan‘ Dutzende Konzertbesucher töteten, hatten in einem Vorort von Brüssel gelebt. Und der Islamist, der mit einem LKW im Dezember 2017 in einen Berliner Weihnachtsmarkt raste, war zuerst seiner fälligen Abschiebung durch deutsche Behörden entkommen, um sich dann monatelang unbehelligt in der deutschen Hauptstadt aufzuhalten, bevor er das Blutbad anrichtete.
Die Außenminister der NATO-Mitgliedsstaaten zeigten sich bei ihrem Treffen in Brüssel besorgt über den steigenden russischen Einfluss in den beiden besetzten georgischen Gebieten Süd-Ossetien und Abchasien.