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Anwohner aus dem Ort Koda nahe der Verwaltungslinie zu Tskhinvali / Süd-Ossetien haben einen neu errichteten Beobachtungsposten der russischen Besatzer in Süd-Ossetien ausfindig gemacht. Nach ersten Eindrücken vermuten Experten, dass er der Wahrnehmung von Bewegungen auf der anderen Seite der Verwaltungslinie dienen soll.
Der Plan ist nicht neu: Die georgische Regierung will das Eigentum von Binnenflüchtlingen, die durch den Augustkrieg aus den nun von Russland besetzten Gebieten Süd-Ossetien / Tskhinvali und Abchasien vertrieben wurden, protokollieren. Mit Unterbrechungen hatte man bereits 2006, also noch vor dem Krieg, damit begonnen, Eigentumsrechte in verschiedenen Teilen von Georgien zu registrieren. Nun soll das zwischenzeitig unterbrochene Projekt wieder aufgenommen werden.
Der Abschlussbericht der gerichtsmedizinischen Untersuchungen des Leichnams von Archil Tatunashvili bestätigt seinen Tod infolge massiver, äußerer Gewalt: Dies meldet der Georgian Public Broadcaster (GPB), der angibt, im Besitz von Kopien des angeblich 60-seitigen, forensischen Berichts zu sein.
Ein Jahr nach dem Ende des „Augustkrieges“ reiste Armin Huttenlocher, im Sommer 2009, in das Gebiet nahe der sogenannten Verwaltungslinie des von Russland besetzten Süd-Ossetien.

Direkt an der Hauptstraße stand früher das Haus von Giorgi M.:
Heute vor 10 Jahren, in der Nacht vom 7. auf den 8. August 2008 fiel der erste Schuss: Mikheil 'Mischa' Saakaschwili, der damalige georgische Präsident war in eine sorgfältig aufgestellte Falle getappt. Im Stich gelassen von den USA, nachdem Präsident George W. Bush mit seinem Vorschlag, Georgien sofort in die NATO aufzunehmen, gescheitert war. Der Hilflosigkeit der europäischen 'Partner' ausgesetzt. Von eigenem 'Saakashvili'schem' Größenwahn getrieben. Saakashvili glaubte, dass seine Verbündeten unverzüglich eingreifen würden, sobald der erste Schuss gefallen wäre. Genau das aber taten die 'Verbündeten' nicht. Was im Übrigen auch die Befehlshaber in Russland sehr überrascht hat.
Auch das deutsche Auswärtige Amt nimmt anlässlich des zehnten Jahrestages des Augustkriegs Stellung zum damaligen Hergang und zur heutigen Lage im Konflikt um die von Russland besetzten georgischen Gebiete.
Zurückhaltung war nicht zu erwarten: Während in Georgien die Gedenkveranstaltungen für die Opfer des 'Augustkriegs 2008' begannen, drohte der russische Premierminister Dmitri Medvedev, ein eventueller NATO-Beitritt Georgiens würde "einen furchtbaren Konflikt auslösen und katastrophale Folgen haben".
Vor zehn Jahren fanden die wachsenden Spannungen zwischen Russland und Georgien ihren tragischen Höhepunkt in einem kurzen aber folgenschweren Krieg. Zwischen dem 8. und dem 12. August 2008 verloren rund 850 Menschen ihr Leben. Knapp 200.000 mussten von ihrem Zuhause fliehen. Mehr als 52.000 georgische Familien sind noch heute Binnenflüchtlinge im eigenen Land - ohne Chance in ihr verlassenes Zuhause zurückzukehren. Ein Fünftel des Staatsgebiets von Georgien steht nach wie vor unter russischer Besetzung und wird von international nicht anerkannten De-Facto-Regierungen verwaltet.
Nach seinem Besuch in Damaskus erklärte der De-facto-Präsident des von Russland besetzten georgischen Gebietes Tskhinvali / Süd-Ossetien, Anatoly Bibilov, der syrische Machthaber Baschar al-Assad wolle seiner Einladung folgen und in die Region reisen, deren Unabhängigkeit international nicht anerkannt wird.
Unvergessen ist in Georgien der NATO-Gipfel, der in den ersten Apriltagen 2008 in Bukarest stattfand. Die USA hatte Georgien den Beitritt in Aussicht gestellt; europäische Verbündete indes – allen voran Deutschland – äußerten erhebliche Bedenken und legten in einer dramatisch verlaufenen Sitzung ihr Veto ein. US-Präsident George W. Bush war blamiert. Die Georgier empört (vor allem über Bundeskanzlerin Angela Merkel) und der georgische Staatspräsident Mikheil Saakashvili ohne Plan B. Die einzigen, die von der heiklen Situation profitierten, waren die Machthaber im Kreml.