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Anhänger von Mikheil „Misha“ Saakashvili gingen gestern in Tbilisi auf die Straße, um gegen eine eventuelle Auslieferung des georgischen Ex-Präsidenten von der Ukraine nach Georgien zu protestieren.
Ungewissheit in Kiew
Dec, 06, 2017 / 16:27
Nach einem hitzigen Tag und einer teils unruhigen Nacht hat sich die Lage in Kiew heute beruhigt. Nach der Festnahme, der gewaltsamen Befreiung, einer Rede im Regierungsviertel und einem nun momentan nicht auffindbaren Mikheil „Mischa“ Saakashvili, dem georgischen Ex-Präsidenten, bleiben viele Fragen und die Ungewissheit, wie die Regierung auf die Geschehnisse reagieren wird.
Chaotische Zustände in der Hauptstadt der Ukraine: Nach einer dramatischen Festnahme von Mikheil 'Mischa' Saakashvili auf dem Dach eines mehrstöckigen Gebäudes im Zentrum von Kiev, wurde der Abtransport des ehemaligen georgischen Präsidenten und späteren Gouverneurs der ukrainischen Oblast Odessa von Demonstranten aufgehalten und der Gefangene gewaltsam aus dem Gewahrsam der Polizei befreit. Nach einem Protestmarsch durch Kiev hielt Saakashvili am späten Nachmittag eine Rede im Regierungsviertel. Die Menge, die ihm frenetisch zujubelte, war inzwischen auf mehrere Tausend angewachsen.
Dec, 05, 2017 / 09:54
Der ehemalige georgische Präsident Mikheil Saakshvili wurde von ukrainischen Sicherheitskräften in seinem Haus in Kiev, unweit des Maidan, verhaftet. Eine Sprecherin des staatlichen Sicherheitsdienstes der Ukraine bestätigte auch, dass sein Haus durchsucht wurde. Saakashvili wird die Beteiligung an und Unterstützung von einer kriminellen Vereinigung vorgeworfen.
Als hätte die ukrainische Regierung nicht genügend Probleme, bereitet ihr ausgerechnet einer zusätzliches Kopfzerbrechen, der eigentlich geholt worden war, um einen Teil des ukrainischen Korruptionssumpfes trocken zu legen.
Mikheil "Mischa" Saakashvili hat nach eigener Aussage einen vorläufigen Aufenthaltsstatus von den ukrainischen Behörden ausgestellt bekommen. Bis zum 01. Dezember könne er sich laut ukrainischer Medien damit legal auf ukrainischem Territorium aufhalten.
Das Oberste Gericht von Georgien (Supreme Court) sieht die Haftstrafe für den ehemaligen Innen- und späteren Premierminister von Georgien, Vano Merabishvili, wegen Amtsmissbrauchs als gerechtfertigt an und bestätigte damit den Standpunkt des Berufungsgerichts.
Im Fall des ehemaligen georgischen Staatspräsidenten Mikheil „Misha“ Saakashvili könnte sich eine neue Wende abzeichnen.
Mit dem Vorwurf, Folterungen befohlen oder durchgeführt zu haben, wurden der ehemalige Chef sowie ein Aufseher des Untersuchungsgefängnisses von Tbilisi verhaftet. Die beiden sollen in mindestens zwei Fällen im Jahr 2011 Untersuchungshäftlinge physisch und psychisch misshandelt haben.
Angeführt von Politikern der Parteien Europäisches Georgien und Vereinte Nationale Bewegung demonstrierten gestern mehrere hundert Menschen vor der Stadtverwaltung von Tbilisi. Acht Personen, wurden vorübergehend festgenommen, weil sie sich gewaltsam Zugang zum Gebäude verschaffen wollten.