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Wird der nächste Präsident aus dem über Tbilisi thronenden Avlabari-Palast ausziehen und in den urbanen Atoneli-Palast einziehen? Wenn es nach den Präsidentschaftskandidaten Salome Zurabishvili geht: ja. Mit ihrer Idee stieß sie eine alte Debatte an.
Während man in Georgien weiter darüber streitet, was die eigentlichen „Ursachen“ für den Anfang des Krieges im August 2018 waren und bei wem die tatsächliche „Schuld“ lag, fordert die ehemalige Außenministerin der USA, Condoleezza Rice, die Umschreibung der Geschichte des Endes dieses Krieges.
Heute vor 10 Jahren, in der Nacht vom 7. auf den 8. August 2008 fiel der erste Schuss: Mikheil 'Mischa' Saakaschwili, der damalige georgische Präsident war in eine sorgfältig aufgestellte Falle getappt. Im Stich gelassen von den USA, nachdem Präsident George W. Bush mit seinem Vorschlag, Georgien sofort in die NATO aufzunehmen, gescheitert war. Der Hilflosigkeit der europäischen 'Partner' ausgesetzt. Von eigenem 'Saakashvili'schem' Größenwahn getrieben. Saakashvili glaubte, dass seine Verbündeten unverzüglich eingreifen würden, sobald der erste Schuss gefallen wäre. Genau das aber taten die 'Verbündeten' nicht. Was im Übrigen auch die Befehlshaber in Russland sehr überrascht hat.
Das Stadtgericht von Tbilisi hat den ehemaligen Präsidenten von Georgien, Mikheil Saakashvili, für schuldig befunden, 2005 den Überfall auf einen Parlamentarier befohlen zu haben. Saakashvili wurde zu sechs Jahren Haft verurteilt und verliert für mehr als zwei Jahre sein Recht, ein politisches Amt in Georgien innezuhalten.
Die georgische Polizei hat die Zelte, mit denen Protestierende die Hauptstraße in Tbilisi vor dem alten Parlamentsgebäude blockiert hatten, abgebaut und die Straße freigeräumt. Nach einer Auseinandersetzung mit der Polizei wurden Nika Melia, Vorsitzender der Oppositionspartei „Vereinte Nationale Bewegung“, sowie weitere Personen in vorübergehenden Gewahrsam genommen.
Die radikale Gruppierung der Protestler um einen der Väter der beiden ermordeten Jungen hat am Sonntag mit drei Zelten die Hauptstraße vor dem alten Parlament in Tbilisi gesperrt. Die Regierung ließ die Protestierenden gewähren, die Polizei griff nicht ein.
Die US-amerikanische Nichtregierungsorganisation Freedom House hat mit einer Abwertung von Georgien auf ihrem Demokratieindex für Unverständnis und Widerspruch nicht nur bei der georgischen Regierung, sondern auch bei Vertretern der EU gesorgt.
Essen ist seine Leidenschaft. Jetzt wurde sie ihm zum Verhängnis. Ausgerechnet in einem georgischen Restaurant im Zentrum von Kiew wurde Mikheil Saakashvili heute erneut verhaftet - aber diesmal professioneller.
Das Stadtgericht von Tbilisi hat den ehemaligen georgischen Präsidenten Mikheil Saakashvili wegen Amtsmissbrauchs schuldig gesprochen. Im Fall des 2006 ermordeten Sandro Girgvliani habe Saakashvili unrechtmäßig Begnadigungen für Personen ausgesprochen, die im Zuge der Ermittlungen festgenommen worden waren. In Abwesenheit wurde Saakashvili vom Gericht für drei Jahre Gefängnis verurteilt.
Nach seiner dramatischen Festnahme durch ukrainische Spezialeinheiten, seiner anschließenden gewaltsamen Befreiung durch Unterstützer am 4. Dezember 2017 und einem anschließenden, mehrtägigen Katz-und-Maus-Spiel, soll der ehemalige georgische Präsident Mikheil "Mischa" Saakashvili nun tatsächlich verhaftet worden zu sein.