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Die Europäische Union hat ihre Unterstützung von Georgien im Konflikt um die von Russland besetzten georgischen Gebiete Abchasien und Süd-Ossetien / Tskhinvali bekräftigt. Im Rahmen einer Plenarsitzung des EU-Parlaments sagte die Hohe Vertreterin der EU für Außen- und Sicherheitspolitik und Vize-Präsidentin Federica Mogherini:
Mit dem Abbruch der diplomatischen Beziehungen hat die georgische Regierung auf die völkerrechtswidrige Entscheidung des syrischen Assad-Regimes, die von Russland besetzten georgischen Gebiete Abchasien und Tskhinvali / Süd-Ossetien als „unabhängige Staaten“ anzuerkennen, reagiert. Auch international wurde der Vorgang verurteilt.
Die USA verurteilt die russische Besetzung der georgischen Gebiete und will die Zusammenarbeit mit Georgien ausbauen – dies waren die beiden Botschaften, die der US-amerikanische Außenminister Mike Pompeo am zweiten Tag der georgischen Delegationsreise um Premierminister Giorgi Kvirikashvili und Vize-Premierminister und Außenminister Janelidze in Washington verkündete.
Die Delegierten des Ministerkomitees des Europarats haben der russischen Darstellung des Konflikts klar widersprochen und ihre Unterstützung für Georgien im Konflikt um die von Russland besetzten georgischen Gebiete erneuert.
Zahlreiche Staatsvertreter haben in einer Sitzung des Ständigen Rats der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) ihre Unterstützung für Georgien bekräftigt und die Politik Russlands in den besetzten georgischen Gebieten verurteilt.
Vertreter der De-facto-Regime in Abchasien und Tskhinvali / Süd-Ossetien haben die in der vergangenen Woche von Premierminister Giorgi Kvirikashvili und Staatsministerin Ketevan Tsikhelashvili vorgestellte Friedensinitiative „A Step Towards a Better Future“ mit teilweise harschen Stellungnahmen abgelehnt.
Im Fall des in Tskhinvali / Süd-Ossetien verschleppten und in Polizeigewahrsam zu Tode gekommenen Archil Tatunashvili hat sich erstmals ein Familienmitglied öffentlich geäußert. In einem Interview mit einem georgischen TV-Sender sagte die Mutter von Archil Tatunashvili: „Mein Sohn wurde nicht nur ermordet. Mein Sohn wurde brutal gefoltert und dann hingerichtet.“
Versöhnung trotz Verbrechen. Unbeirrt durch den gewaltsamen Tod von Archil Tatunishvili will die georgische Regierung an ihrem Kurs einer Politik der „Wiedervereinigung durch Versöhnung“ mit den besetzen Gebieten festhalten. Das hat Premierminister Giorgi Kvirikashvili nach einer Sitzung des Kabinetts bekräftigt.
Der US-Kongress in Washington D.C. hat mit der Verabschiedung des neuen Haushaltsplans auch erhöhten Zuschüssen für Georgien und größerem finanziellen Spielraum zur Eindämmung der russischen Einflusssphären zugestimmt.
Mit militärischen Ehren und in Anwesenheit des Präsidenten, des Premierministers sowie zahlreicher Mitglieder des georgischen Kabinetts und des Parlaments fand heute die Trauerfeier für Archil Tatunashvili statt. Im Anschluss daran wurde Tatunashvili auf dem Militärfriedhof von Muchatgverdi bestattet.