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Tee war einst eines der Hauptprodukte der georgischen Landwirtschaft. Schon Russlands Zaren tranken lieber georgischen als chinesischen Tee. Und auch während der Sowjetzeit gehörten die Teeplantagen in den Regionen entlang der georgischen Schwarzmeerküste zu den einträglichsten landwirtschaftlichen Betrieben. Nichts davon ist geblieben.
Die meisten russischen Nachrichtenagenturen sowie die Medien in Abchasien haben die Nachricht am 1. April verbreitet. Aber die russische Propagandamaschine wollte keinen Scherz machen; Sie meint es bitter ernst: Die verheerende Insektenplage, die in Abchasien seit Sommer 2015 und im Westen von Georgien seit Sommer 2016 zu immensen Ernteausfällen geführt hat, habe ihren Ursprung in Wahrheit in geheimen amerikanischen Labors, von denen es in Georgien einige gebe. In diesen Labors experimentiere man auch mit biologischen Waffen – wozu die „asiatische Stinkwanze“ gezählt werden müsse.
Die EU zieht eine positive Bilanz hinsichtlich der millionenschweren Förderprogramme in Georgien. Insbesondere die Programme zur Förderung von Berufsausbildung und Beschäftigung, aber auch die zivilgesellschaftlichen Projekte seien ein „sehr großer Erfolg“, sagte der Botschafter der EU in Georgien, Janos Herman – und versprach zugleich eine Fortsetzung der finanziellen Unterstützung der EU.
Georgien zählt zu den fruchtbarsten Regionen in Europa. Selbst in schwierigsten politischen Zeiten war Hunger im Süd-Kaukasus selten ein Problem. In den Jahrzehnten des Sowjetregimes war Georgien – neben der Ukraine – einer der wichtigsten Nahrungsmittellieferanten unter allen sowjetischen Teilrepubliken. Ob Gemüse, Obst, Milch, Wein, Honig, Tee oder Mineralwasser – Georgien als Herkunftsregion bürgte und bürgt für Qualität.
Mit der Eröffnung einer Fabrik zur Verarbeitung von Lorbeerblättern in der zentralgeorgischen Region Imereti (Imeretien) wird der 165. Betrieb im Rahmen des „United Agro Project“ eingeweiht. Weitere 750 existierende Unternehmen profitierten ebenfalls.
Die georgischen Landwirte sehen die letzten Monate mit gemischten Gefühlen. Während die Weinproduktion zuletzt auf Hochtouren lief, bringt eine Insektenplage die Haselnussbauern in die Existenznot.
In westlichen Teilen von Georgien treibt seit Monaten die marmorierte Baumwanze ihr Unwesen. Georgische Landwirte und Politiker suchen nun internationale Unterstützung um wichtige Ernteerträge zu retten.
Der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL), Peter Bleser, hat mit einer Wirtschaftsdelegation Georgien besucht.
Medienberichten zufolge sollen Soldaten aus dem von Russland besetzten Tskhinvali/Süd-Ossetien die Grenzmarkierungen zwischen der Region und dem restlichen Georgien verschoben haben.
Die Nationale Lebensmittelbehörde von Georgien setzt Ihren Kurs für mehr Verbraucherschutz durch klare Lebensmittelkennzeichnungen konsequent fort. Ab Juli 2017 darf als „Käse“ und „Butter“ nur noch bezeichnet werden, was den in der EU geltenden Richtlinien entspricht.