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Der ehemalige Leiter des Demirel Colleges in Tbilisi, Emre Çabuk, der vor rund neun Monaten mutmaßlich auf Druck der türkischen Regierung in Georgien verhaftet worden war, soll nun staatlichen Schutz vor Verfolgung erhalten.
Das georgische Bildungsministerium hat dem Antrag des türkischen Demirel Colleges Tbilisi auf Verlängerung der Lehrbefugnis und Schullizenz nicht stattgegeben. Grund seien „mehrere Verstöße“ gegen Richtlinien für Bildungseinrichtungen des Landes. Unter anderem nennt die Stellungnahme des Ministeriums „unverhältnismässig aufwendige und intransparente Aufnahme- und Prüfungsverfahren“.
In einer gemeinsamen Erklärung kritisieren mehrere Nichtregierungsorganisationen, darunter Amnesty International und die Georgian Young Lawyers Association, den Umgang der georgischen Regierung mit dem Fall des inhaftierten Çabuk.
Das georgische Ministerium für Flüchtlinge, Binnenflüchtlinge aus den besetzten Gebieten und deren Beherbergung hat die Zuerkennung eines Flüchtlingsstatus an Mustafa Emre Cabuk und seine Familienangehörigen abgelehnt.
Mehrere georgische Schulen haben sich in einem gemeinsamen Schreiben an die georgische Regierung gewandt und diese aufgefordert, sich nicht dem Druck der türkischen Regierung zu beugen, die die Auslieferung von Mustafa Emre Çabuk verlangt, dem Direktor des Demirel Colleges in Tbilisi.