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Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel ist in Tbilisi angekommen. In einer gemeinsamen Pressekonferenz mit dem georgischen Premierminister Mamuka Bakhtadze unterstrichen beide Seiten die enge Partnerschaft und Freundschaft beider Länder.
Tbilisi hat sich vorbereitet. Tausende georgische und deutsche Fähnchen werden die Bundeskanzlerin begrüßen, wenn Sie und die mit ihr reisende Delegation von Abgeordneten des Deutschen Bundestages heute Nachmittag vom Flughafen in die Stadt gefahren wird. Seit Wochen fiebert das Land diesem Tag entgegen.
Bundeskanzlerin Angela Merkel hat die Einladung der georgischen Regierung angenommen und will „in Kürze“ zu einem Staatsbesuch nach Georgien kommen. Dies bestätigte der georgische Premierminister Mamuka Bakhtadze nach einem Gespräch mit der deutschen Botschafterin in Georgien, Heike Peitsch.
Unvergessen ist in Georgien der NATO-Gipfel, der in den ersten Apriltagen 2008 in Bukarest stattfand. Die USA hatte Georgien den Beitritt in Aussicht gestellt; europäische Verbündete indes – allen voran Deutschland – äußerten erhebliche Bedenken und legten in einer dramatisch verlaufenen Sitzung ihr Veto ein. US-Präsident George W. Bush war blamiert. Die Georgier empört (vor allem über Bundeskanzlerin Angela Merkel) und der georgische Staatspräsident Mikheil Saakashvili ohne Plan B. Die einzigen, die von der heiklen Situation profitierten, waren die Machthaber im Kreml.

Auf Einladung der Bundesregierung trafen sich Bundeskanzlerin Angela Merkel und der georgische Premierminister Giorgi Kvirikashvili heute zu einem einstündigen Austausch in Berlin. Begleitet wurde der georgische Premierminister vom Außenminister von Georgien, Mikheil Janelidze.
Bei den sogenannten „Genfer Gesprächen“ zur Schlichtung und friedlichen Lösung des Konflikts um die von Russland besetzten Gebiete von Georgien verhärten sich die Fronten zunehmend und in einem Maße, das von Teilnehmern und Vermittlern gleichermaßen als „Besorgnis erregend“ bezeichnet wird.