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Russland hat Georgien die Antwort auf die Ausweisung eines russischen Diplomaten aus Georgien zukommen lassen und seinerseits einen georgischen Diplomaten aus Russland ausgewiesen.
Die meisten russischen Nachrichtenagenturen sowie die Medien in Abchasien haben die Nachricht am 1. April verbreitet. Aber die russische Propagandamaschine wollte keinen Scherz machen; Sie meint es bitter ernst: Die verheerende Insektenplage, die in Abchasien seit Sommer 2015 und im Westen von Georgien seit Sommer 2016 zu immensen Ernteausfällen geführt hat, habe ihren Ursprung in Wahrheit in geheimen amerikanischen Labors, von denen es in Georgien einige gebe. In diesen Labors experimentiere man auch mit biologischen Waffen – wozu die „asiatische Stinkwanze“ gezählt werden müsse.
Der Tod eines bis vor Kurzem unbekannten georgischen Bürgers wird zum Fanal und zum Symbol: In einer bislang noch nie dagewesenen, Parteien übergreifenden Einigkeit hat das georgische Parlament eine Resolution verabschiedet, die die „fortdauernde Verletzung elementarer Menschenrechte durch die Russische Föderation in den besetzten Gebieten“ aufs Schärfste verurteilt.
Mehrere Vertreter der georgischen Regierung haben Kondolenzbekundungen nach Russland geschickt, in Reaktion auf das Flugzeugunglück nahe der russischen Hauptstadt, bei dem alle 71 Menschen an Bord ums Leben kamen.
„Die russischen Aggressionen von 2008 liegen nicht in einer weit entfernten Vergangenheit“, sagt der georgische Staatsminister für Europäische und Euro-Atlantische Integration, Victor Dolidze. Der Drang Moskaus, weiterhin Einfluss auf Georgien auszuüben, sei noch immer gegenwärtig – wenn auch vielleicht weniger auffällig.
Die russische Regierung hat den Vollzug des im März mit der De-Facto-Regierung der von Russland besetzten, georgischen Region Süd-Ossetien/Tskhinvali unterzeichneten "Abkommens" angekündigt, das die Integration der Armee von Süd-Ossetien in jene der Russischen Föderation vorsieht.
Bewohnern von Süd-Ossetien soll es leichter gemacht werden, die russische Staatsbürgerschaft anzunehmen. Das ist das Ergebnis eines Gesprächs zwischen Vladimir Putin und Anatoly Bibilov, De-facto-Präsident der von Russland besetzt gehaltenen georgischen Region Tskhinvali/Süd-Ossetien, in Moskau.
Die georgische Pianistin Eliso Virsaladze wird von Präsident Giorgi Margvelashvili mit einer Auszeichnung für ihren exzellenten Beitrag für die georgische Musik sowie auch für die Weltmusik geehrt.
Georgien und Russland einigen sich auf Normalisierung des Luftverkehrs zwischen ihren Hauptstädten und heben gegenseitige Restriktionen auf.
Mehrere Flüge von Tbilisi nach Moskau wurden vom Russischen Transportministerium ohne Vorankündigung ausgesetzt.