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Nichtregierungsorganisationen kritisieren Untersuchungen im Fall ermordeter Minderjähriger
In einem offenen Brief bringen mehrere internationale und georgische Nichtregierungsorganisationen ihre Kritik am fehlenden Fortschritt in den Untersuchungen im Fall der zwei im Dezember 2017 ermordeten Jungen zum Ausdruck.

Entscheidende Schritte für konsequente Ermittlungen blieben aus, Befragungen erfolgten nicht zielführend und ergäben deshalb keinen weiteren Aufschluss über den mutmaßlichen Tathergang. Insgesamt erhalte man den Eindruck, die Ermittlungen würden gezielt gestreckt und verzerrt. Eine Einflussnahme auf die Untersuchungen von außen sei angesichts dessen nicht mehr auszuschließen.

Unter den unterzeichneten Organisationen sind unter anderem Transparency International, die Georgische Demokratie-Initiative (GDI), die International Society for Fair Elections and Democracy (ISFED) und die Georgian Young Lawyers' Association (GYLA).

Den vollständigen Brief finden Sie hier.
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