Justiz
© Tbilisi International Airport
Festnahme nach Giftfund am Flughafen Tbilisi
Ein russischer Staatsangehöriger soll eine giftige Substanz am Ticketschalter der russischen Fluggesellschaft Aeroflot am International Flughafen Tbilisi verschüttet haben. Dies bestätigten nun georgische Sicherheitsbehörden, nachdem bereits mehrere Medien dazu berichtet hatten.

Dabei handele es sich laut Behördenaussagen um eine „unbekannte Substanz“, die zu starken Irritationen der Schleimhäute führt. Insgesamt acht Menschen sollen nach dem Vorfall mit Reizungen der Augen und Atemwege in umliegende Krankenhäuser eingeliefert worden sein. Sieben der acht Personen wurden in der Zwischenzeit wieder entlassen.

Der Tatverdächtige wurde umgehend festgenommen. Die Ermittlungen seien jedoch noch im vollen Gange. Daher könne man noch keine genauen Aussagen über den mutmaßlichen Täter, die Hintergründe oder den Hergang der Tat machen.
Print E-mail
FaceBook Twitter Google
Ähnliche Nachrichten
Geheime Tonbandaufnahmen von Gesprächen zwischen einem Abgeordneten der Regierungsfraktion im georgischen Parlament und einem inhaftierten, hochrangigen Mitarbeiter der Staatsanwaltschaft sorgen für Schlagzeilen in den georgischen Medien und für Unruhe in politischen Kreisen. Schwierig bleibt indes auch Tage nach Veröffentlichung der Aufnahmen durch den der Opposition nahestehenden Fernsehsender Rustavi 2 eine objektive Einschätzung und Beurteilung des Vorgangs.
Das georgische Justizministerium hat nun offiziell Klage gegen die Russische Föderation vor dem Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte eingereicht. Der Vorwurf: „Massive Tätlichkeiten, Inhaftierung, Folter und Mord an georgischen Staatsbürgern sind in den besetzten Gebieten und zu einer behördlichen Praxis geworden.“
Der staatliche Sicherheitsdienst von Georgien hat eigenen Angaben zufolge den zur Fahndung ausgeschriebenen 21-jährigen Ruslan Shavadze in Batumi festgenommen. Er wird beschuldigt Mitglied der terroristischen Organisation ISIS zu sein und soll im engen Kontakt mit Ahmed Chatayev gestanden haben.
Das Zerwürfnis zwischen dem amtierenden georgischen Präsidenten, Giorgi Margvelashvili, und regierenden Politikern des Landes erreicht einen neuen Tiefpunkt.
Der Rücktritt der obersten Richterin am Nationalen Gerichtshof von Georgien, Nino Gvenetadze, hat nicht nur bei Angehörigen des georgischen Justizapparates, zu geradezu schockierten Reaktionen geführt. Auch Politik, Öffentlichkeit und internationale Beobachter zeigen sich sehr besorgt.