Justiz
© Rathaus von Tbilisi
Tbilisi: Angriff auf Schwarze. Hintergrund unklar.
Ein Angriff auf eine Gruppe schwarzer Studenten hat den Bürgermeister von Tbilisi veranlasst, Stellung zu beziehen: "Dies ist nicht das wahre Gesicht dieser Stadt", sagte Kakha Kaladze.

Wie Videoaufnahmen belegen, waren die schwarzen Studenten von einer Gruppe Georgier mit Stöcken und Fausthieben von einem Sportplatz vertrieben worden, auf dem sie zuvor offenbar Fußball spielten.

Der Auslöser für den Übergriff ist noch unklar. Aussagen von Anwohnern, wonach die Studenten aggressiv auf die Bitte reagiert hätten, den Platz zu räumen, um Kinder darauf spielen zu lassen, stehen denen der angegriffenen Schwarzen entgegen. Sie behaupten, grundlos angegriffen worden zu sein.

Die Staatsanwaltschaft hat die Ermittlungen aufgenommen. Dabei sollen auch Aussagen der Schwarzen geprüft werden, wonach Polizisten, die zum Tatort gerufen worden waren, sich zunächst geweigert hätten, ihren Ermittlungspflichten nachzukommen.

Bürgermeister Kaladze schlug ein Fußballspiel zwischen den beiden Gruppen als Versöhnungsmaßnahme vor. Er selbst bat den nationalen Fußballverband, ein solches Spiel zu organisieren. Kaladze spielte vor Beginn seiner politischen Laufbahn beim dem AC Mailand Fußball.
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