Innenpolitik
Skilift-Unfall in Gudauri: „Untersuchungen von nationalem Interesse“
Experten der internationalen Inspektionsgesellschaft Bureau Veritas begannen mit der Untersuchung der Skiliftanlage im georgischen Skigebiet Gudauri, die aus bislang unbekannten Gründen plötzlich rückwärtsgefahren war und dabei stark beschleunigt hat. Mehrere Fahrgäste wurden dabei verletzt.

Gemeinsam mit Mitgliedern der georgischen Expertenkommission begann nach Ankunft der Inspekteure aus Frankreich unverzüglich die Untersuchung der Anlage. Der georgische Wirtschaftsminister und erste Vizepremierminister Dimitri Kumsishvili erklärte, der erwartete Bericht der Experten sei von nationalem Interesse. Der exzellente Ruf Georgiens als Gastgeberland werde durch den Vorfall gefährdet und nur ein unabhängiger Bericht könne garantieren, dass der Vorfall entsprechend aufgearbeitet und Georgien seinem eigenen Anspruch als Vorzeigegastgeber gerecht werde.

Fünf Personen, die bei dem Unfall verletzt wurden, werden derzeit weiterhin behandelt. Die Kosten der Behandlung aller Verletzten werden nach Angaben des Gesundheitsministeriums von der Betreibergesellschaft des Skigebiets übernommen. In der Zwischenzeit wurden die sechs weiteren Verletzten aus dem Krankenhaus entlassen.

Alle Verletzten sollen eine Einladung von Wirtschaftsminister Dimitri Kumsishvili angenommen haben, im nächsten Jahr wieder zum Skifahren und Snowboarden nach Georgien zu kommen.

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