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© Regierung von Georgien
EU-Antrittsbesuch von Bakhtadze in Brüssel
Tusk würdigt Georgiens Friedensplan
Brüssel als Ziel für seine erste Auslandsreise sei kein Zufall, sagte der georgische Premierminister Mamuka Bakhtadze, auf der gemeinsamen Pressekonferenz mit EU-Ratspräsident Donald Tusk. Es bringe vielmehr die Bedeutung zum Ausdruck, die Georgien seiner Integration in die EU und den Partnerschaften mit den Mitgliedsstaaten der EU beimesse.

„Konstruktive Rolle von Georgien ausbauen"

Donald Tusk verstand die Geste und bekräftigte seinerseits die Bereitschaft der EU, die Zusammenarbeit mit Georgien nicht nur im wirtschaftlichen Bereich weiter auszubauen.

Themen wie Sicherheit, Stabilität und nachhaltige Entwicklung müssten verstärkt auf die Agenda kommen.

„Georgien liegt in einer herausfordernden Nachbarschaft. Umso bemerkenswerter ist die tragende Rolle, die Georgien als Vermittler und Brückenbauer in der Region übernimmt. Wir sind Georgien außerdem dankbar für seine konstruktive Rolle in der Östlichen Partnerschaft und im Bereich der Sicherheit für sowohl Europäische als auch transatlantische Missionen im Ausland“, so Tusk.



Die gemeinsame Pressekonferenz EU-Ratspräsident Tusk und dem georgischen Premierminister Bakhtadze. (Quelle: YouTube / Georgian Government)

Tusk würdigt georgischen Friedensplan

Auch die von Russland besetzten Gebiete von Georgien waren Thema der Gespräche. Die EU sei besorgt angesichts der jüngsten Vorkommnisse und der allgemeinen Entwicklung in Abchasien und Süd-Ossetien. Umso mehr begrüße er persönlich, aber auch die EU, die von der georgischen Regierung initiierte Friedensinitiative „Ein Schritt in eine bessere Zukunft“.

Die EU stehe unverrückbar zu ihrer Zusage, Georgien bei der Wiederherstellung und Verteidigung seiner territorialen Integrität und Souveränität zu unterstützen.


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