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Transparency International: Georgien bleibt führend bei Anti-Korruption
Georgien bleibt ein Vorreiter im Kampf gegen die Korruption – in Osteuropa, im Vergleich zu EU-Beitrittskandidaten und sogar im Vergleich zu einigen EU-Mitgliedsstaaten. Das weist der neue Länder-Korruptionsindex von Transparency International aus.

Die EU-Beitrittskandidaten Montenegro und Serbien, aber auch Albanien und Mazedonien, denen die EU-Kommission nun Beitrittsgespräche anbieten will, liegen im Korruptionsindex von Transparency International hinter Georgien. Auch in der Türkei ist nach Ansicht der befragten Experten Korruption ein größeres Problem.

Klarer Vorreiter in Osteuropa.
Teil der Spitzengruppe insgesamt.

Das gleiche Bild ergibt sich im Vergleich mit den fünf anderen Ländern der Östlichen Partnerschaft. Keines der Länder wurde mit einer Gesamtwertung von höher als 50 bedacht. Überhaupt schaffte lediglich ein Drittel der untersuchten 180 Länder weltweit diese Marke zu überschreiten. Georgien, mit 56 Punkten, ist Teil dieses „führenden Drittels“.

Zusätzliche Bedeutung bekommt die Platzierung von Georgien im Vergleich mit den Mitgliedsländern der Europäischen Union. Sogar dann stellt sich Georgien sehr achtbar dar. Denn in immerhin acht EU-Mitgliedsländern, darunter Italien, Kroatien und Ungarn, sind Politik und Verwaltung, laut Transparency International, erheblich korrupter als in Georgien.

Weniger Korruption als in manchem EU-Staat

Die Botschaft, die von diesem Ergebnis für Georgien ausgeht, dürfte auch in Brüssel vernommen werden. Sie beweist nicht nur, wie erfolgreich und energisch der Reformprozess Georgien umgesetzt wird, sondern auch wie nachhaltig. Georgien, so wird klar, erfüllt in Sachen Transparenz weit höhere Standards als ein Teil der Mitgliedsstaaten der EU selbst.

Der „Länderindex für Korruption“ wird von Transparency International in einem jährlichen Abstand erstellt und zählt zu den wichtigsten Indizes seiner Art weltweit.

Das Level von Korruption in Politik und Verwaltung wird dabei in jedem Land durch die Einschätzungen von unzweifelhaft beleumundeten Geschäftsleuten und Experten, analysiert und bewertet.

Die Nichtregierungsorganisation Transparency International hat ihren Hauptsitz in Berlin und ist weltweit im Kampf gegen die Korruption aktiv. Finanziert wird die NGO von Regierungen verschiedener Länder, Stiftungen, Wirtschaftsunternehmen und Privatleuten.


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