EU
© InterpressNews
Neuer EU-Sonderbeauftragter für den Südkaukasus

Der estnische Diplomat Toivo Klaar wurde zum neuen Sonderbeauftragten der Europäischen Union für den Südkaukasus ernannt. Er übernimmt den Posten von Herbert Salber, der im Juli nach umstrittenen Äußerungen vom Amt zurückgetreten war.

Klaar war von 2013 bis 2014 bereits Chef der Beobachtungsmission der EU in Georgien, die den Konflikt um die von Russland besetzten Gebiete Süd-Ossetien und Abchasien überwacht, kennt die Region gut. Zuvor war der Este mehrere Jahre für die Europäische Kommission und den Auswärtigen Dienst der EU tätig und arbeitete für die estnische Regierung. Klaar studierte an der Universität Harvard öffentliche Verwaltung. Als neuer Sonderbeauftragter ist er für die Interessensvertretung der EU in einer für sie zunehmend wichtigen strategischen Region zuständig und aktiv dafür verantwortlich, friedliche Lösungen für den andauernden Konflikt zu finden und zu fördern.

Weitere Meldungen zum Thema finden Sie hier:

Meldung vom 06. Juli 2017
EU-Sonderbeauftragter Salber gibt Posten für Georgien auf

Meldung vom 19. Mai 2017
„Inakzeptable Äußerungen“ des EU-Sonderbeauftragten
Print E-mail
FaceBook Twitter Google
Ähnliche Nachrichten
Auch zum Thema EU-Mitgliedschaft erhofften sich viele Menschen in Georgien mindestens ermutigende Aussagen von der Bundeskanzlerin – und bekamen diese auch, wenngleich im Rahmen einer realistischen Perspektive, die im übrigen auch vom georgischen Premierminister Mamuka Bakhtadze unterstrichen wurde:
Der georgische Botschafter in Georgien, Janos Herman, hat die Bemühungen der georgischen Regierung im Vorgehen gegen den Missbrauch der Visaliberalisierung durch einzelne georgische Staatsbürger gewürdigt. Aus seiner Sicht sind die zuvor (auch durch Deutschland) beanstandete Unregelmäßigkeiten bei der Einreise von Georgierinnen und Georgien in die EU beseitigt.
Zum 10. Jahrestag des Augustkriegs zwischen Russland und Georgien spricht die Hohe Vertreterin der EU für Außen- und Sicherheitspolitik, Federica Mogherini, Georgien erneut die unbeirrbare Unterstützung der EU zu. Insbesondere die georgische Politik gegenüber den noch immer von Russland besetzten Gebieten, geprägt durch die Friedensinitiative „Ein Schritt in eine bessere Zukunft“, entspreche genau dem Ansatz der EU.
Nach einem zwischenzeitigen Einbruch scheint die georgische Bevölkerung einen Beitritt ihres Landes in die EU- und die NATO wieder deutlich positiver zu sehen.
Brüssel als Ziel für seine erste Auslandsreise sei kein Zufall, sagte der georgische Premierminister Mamuka Bakhtadze, auf der gemeinsamen Pressekonferenz mit EU-Ratspräsident Donald Tusk. Es bringe vielmehr die Bedeutung zum Ausdruck, die Georgien seiner Integration in die EU und den Partnerschaften mit den Mitgliedsstaaten der EU beimesse.