Besetzte Gebiete
© Staatsministerium für Versöhnung und Bürgerliche Gleichstellung
Verschleppte Georgierin wieder frei
Zehn Tage nachdem die Georgierin Maia Otinashvili von De-facto-Truppen der von Russland besetzten Region Tskhinvali / Süd-Ossetien verschleppt worden war, ist sie nun wieder freigekommen.

Nach einer angeblichen „illegalen Grenzüberschreitung“ – der häufigste Vorwurf seitens des De-facto-Regimes in Tskhinvali – war Otinashvili zu zehn Tagen "Untersuchungshaft" verurteilt worden.

Der georgische Premierminister Mamuka Bakhtadze hatte den Vorfall zur Chefsache gemacht und zugesagt, alles zu unternehmen um die dreifache Mutter so schnell wie möglich aus dem süd-ossetischen Gewahrsam zu holen. Zur Lösung des Konflikts hatte Bakhtadze den georgischen Außenminister Davit Zalkaliani und die georgische Staatsministerin für Versöhnung und bürgerliche Gleichstellung, Ketevan Tsikhelashvili, beauftragt.

Otinashvili wieder mit Familie vereint

Tsikhelashvili selbst war bei der Übergabe dabei und brachte Otinashvili in ihr Zuhause in dem Dorf Khurvaleti, unweit der Okkupationslinie, zurück.

Erleichtert über die Freilassung sagte die Staatsministerin: „Maia Otinashvili ist wieder frei, bei ihrer Familie und den drei Kindern. Das ist das Wichtigste momentan. Das ist, wofür wir alle seit dem Tag ihrer Verschleppung gearbeitet haben.“

Statement der Staatsministerin nach der Rückkehr von Maia Otinashvili. © Staatsministerium für Versöhnung und Bürgerliche Gleichstellung

Tsikhelashvili: Verschleppungen „müssen ein Ende haben“

„Damit ist die Angelegenheit aber nicht abgeschlossen. Diese Form des Missbrauchs von Macht, die so vielen Menschen Leid zufügt, muss ein Ende haben. Seit nunmehr zehn Jahren werden die Menschen auf beiden Seiten der Verwaltungslinie unter Druck gesetzt, verschleppt, erpresst oder gar getötet.“

Die Staatsministerin kündigte an, dass die neuerlichen Verschleppungen auch während der nächsten Runde der sogenannten Genfer Gespräche thematisiert werden sollen, die für diese Woche anberaumt sind.
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