Besetzte Gebiete
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Russlands provokative Antwort auf Militärübung "Noble Partner"
Dass Russland seine militärische Präsenz in den besetzten georgischen Gebieten in Form von stationierten Truppen und militärischen Übungen konstant hochfährt, ist nicht neu. Das Ausmaß des gegenwärtigen Übungsmanövers ist jedoch einmal mehr ein Zeichen dafür, dass Russland Macht demonstrieren will.

Drei Mal so viele Soldaten wie 2017

Keine zwei Wochen nach der internationalen Militärübung „Noble Partner“ in Georgien wurden nun Details zur russischen Antwort in Abchasien bekannt. Etwas mehr als 3.000 Soldaten sollen an der großangelegten Übung teilnehmen. Vergangenes Jahr, ebenfalls kurz nach dem „Noble-Partner“-Manöver in Georgien, waren es auf russischer Seite nur rund 1.000 Soldaten, die an der Übung teilnahmen.

Die Truppen der diesjährigen Übung sollen vor allem aus der russischen Schwarzmeerflotte, der 4. Kampffliegerstaffel und der 7. Russischen Militärbasis in Abchasien stammen. Auch lokale Truppen des De-facto-Regimes, die als Teil der russischen Streitkräfte betrachtet werden, nehmen an der Übung teil.

Fake News auf Russisch

Dabei gilt diese nicht nur der Machtdemonstration, sondern auch dem Schüren von Angst. Seit Tagen soll in sozialen Netzwerken die Falschmeldung gestreut werden, die NATO plane den Einmarsch in Abchasien.

Möglicherweise wurde die Übung „Noble Partner“, an der zwar NATO-Mitglieder wie Deutschland oder die USA beteiligt waren, die aber nicht von der NATO ausgerichtet wurde, als Vorwand für derartige Falschmeldungen und als Rechtfertigung des verstärkten militärischen Aufbäumens in dem besetzten Gebiet genutzt.
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