Besetzte Gebiete
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Drei Personen an Verwaltungslinie verschleppt
Drei Personen in drei Tagen: Drei georgische Staatsbürger wurden jüngst an der Verwaltungslinie zu Süd-Ossetien / Tskhinvali von Truppen des De-facto-Regimes in den von Russland besetzten Teil von Georgien verschleppt.

Alle Vorfälle sollen sich nahe der Ortschaften Disevi and Artsevi ereignet haben. Wie so oft laute der Vorwurf „illegales Übertreten“ der Verwaltungslinie.

Während einer der drei Personen – angeblich ohne Strafe oder Lösegeld – freigekommen sein soll, werden die zwei weiteren Personen noch festgehalten. Die Entscheidung über ihre Freilassung liege nun beim Tskhinvali Bezirksgericht, so die De-facto-Behörden.

Georgien plant moderne Überwachung der Verwaltungslinie

Der geschäftsführende und designierte Innenminister, Giorgi Gakharia, plane indessen, die zukünftige Überwachung der Verwaltungslinie zu modernisieren. Er wolle nicht nur die Anzahl sogenannter „mobiler Wachposten“ erhöhen, sondern auch Kameras einsetzen, die Ereignisse an der Verwaltungslinie beobachten und festhalten sollen. Konkrete Pläne dazu seien noch in finaler Ausarbeiten, sollen aber zeitnah vorgestellt werden, so Gakharia.
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