Besetzte Gebiete
Gefallene Soldaten in Tbilisi beigesetzt
Die sterblichen Überreste von 18 georgischen Soldaten und vier Zivilisten, die im bewaffneten Konflikt mit der Region Abchasien 1992 ums Leben kamen, sind nach 25 Jahren in Abchasien identifiziert und in Tbilisi beigesetzt worden.

Angehörige und Politiker versammelten sich in der Dreifaltigkeitskathedrale in Tbilisi, um dort der Gefallenen zu gedenken. Mit militärischen Ehren wurden ihre sterblichen Überreste anschließend auf dem Dighomi-Friedhof beigesetzt.

Mithilfe von Experten des Internationalen Roten Kreuzes waren die Toten in der von Russland besetzten georgischen Region Abchasien exhumiert, identifiziert und an ihre Angehörigen übergeben worden. Flüchtlingsminister Sozar Subari nannte die Zusammenarbeit mit dem De-facto-Regime von Abchasien bei der Identifikation und Übergabe „konstruktiv“.

Seit 2013 haben Spezialisten des Internationalen Roten Kreuzes fast 150 Leichname von im Konflikt 1992-1993 gefallenen Georgiern und Abchasen identifiziert. Mehr als 2000 Personen gelten weiterhin als vermisst. Im Oktober 2017 konnten durch den Einsatz des Roten Kreuzes und der georgischen Regierung auch die „25 Helden von Sokhumi“ in Tbilisi beerdigt werden.
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