Besetzte Gebiete
© Staatsministerium für Versöhnung und bürgerliche Gleichstellung
Nach 18 Tagen: In Süd-Ossetien festgehaltene Georgier sind frei
Die beiden georgischen Staatsbürger, die zusammen mit dem später in Polizeigewahrsam zu Tode gekommenen Archil Tatunashvili in Südossetien verhaftet und achtzehn Tage festgehalten worden waren, sind frei und zu ihren Familien zurückgekehrt.

Die georgische Staatsministerin für Versöhnung und bürgerliche Gleichstellung, Ketevan Tsikhelashvili, bestätigte nach einem persönlichen Treffen mit den beiden, dass Levan Kutashvili und Ioseb Pavliashvili in guter körperlicher Verfassung seien und auch während ihrer Zeit in Süd-Ossetien keiner Gewalt oder sonstigen gesundheitlichen Beeinträchtigungen ausgesetzt gewesen seien.

Leichnam von Archil Tatunashvili weiter in Süd-Ossetien

Entgegen aller Hoffnungen, die auch von Seiten hochrangiger Regierungsmitglieder im Verlauf der vergangenen Woche bestätigt worden waren, wurde der Leichnam von Archil Tatunashvili von den süd-ossetischen Behörden noch immer nicht zur Überführung in seine Heimat frei gegeben.

Neben Vermittlern der georgischen Regierung und der georgisch-orthodoxen Kirche bemühen sich zahlreiche ausländische Organisationen um ein Einlenken der bislang unnachgiebigen süd-ossetischen Behörden.

Print E-mail
FaceBook Twitter Google
Ähnliche Nachrichten
Zehn Tage nachdem die Georgierin Maia Otinashvili von De-facto-Truppen der von Russland besetzten Region Tskhinvali / Süd-Ossetien verschleppt worden war, ist sie nun wieder freigekommen.
Das Internationale Komitee des Roten Kreuzes durfte nach Tagen der Verhandlungen die nach Tskhinvali verschleppte Georgierin Maia Otinashvili besuchen. Gerüchte, Otinashvili sei im Zuge ihrer Verschleppung oder im Gewahrsam körperlicher Gewalt ausgesetzt gewesen, hat die Organisation bislang weder bestätigt noch dementiert.
Eigentlich wollte er in seiner Pressekonferenz über die De-facto-„Staatsbürgerschaft“ von Bewohnern der von Russland besetzten georgischen Region Abchasien sprechen. Stattdessen trat der De-facto-Präsident von Abchasien, Vitaly Gabnia, überraschend von seinem Amt zurück.
Das De-facto-Regime der von Russland besetzten georgischen Region Abchasien hat ein neues Gesetz verabschiedet, das jedwede „Handlung gegen die Souveränität von Abchasien“ mit bis zu 15 Jahren Haft bestraft.
Der britische Außenminister Jeremy Hunt hat während seines Besuchs in den USA das ausgesprochen, was viele Experten mittlerweile für wahrscheinlich halten: Russlands Einmarsch in die noch heute besetzten georgischen Gebiete sei Putins Testlauf für weitere militärische Vorhaben in Osteuropa gewesen.