Politik
Neujahrsansprachen des Präsidenten und des Premierministers betonen Forderung nach "wiedervereintem Georgien"
In ihren Neujahrsansprachen riefen sowohl der georgische Staatspräsident, Giorgi Margvelashvili, als auch der georgische Premierminister, Giorgi Kvirikashvili, zur Versöhnung und zur Wiedervereinigung zwischen Georgien und den von Russland besetzten georgischen Gebieten Abchasien und Tskhinvali / Süd-Ossetien auf. Nur gemeinsam könne man als Volk stark und frei sein.

Margvelashvili hielt seine Ansprache im Jugendpalast in Tbilisi – dem Ort, an dem vor 100 Jahren die unabhängige Republik von Georgien erstmals ausgerufen worden war.

„Diese 100 Jahren waren dramatisch für unser Land, doch wir sind heute unabhängig und streben ein höheres Ziel an – ein vereint freies Georgien“, sagte Margvelashvili. Wobei man sich der Hürden bewusst sei, die auf dem Weg zu einer solchen Vereinigung noch zu überwinden seien.

Kvirikashvili: "Wir werden eine gemeinsame Zukunft haben."

Auch der Premierminister stellte die Erinnerung an das 100-jährige Jubiläum der ersten Republik von Georgien in den Mittelpunkt seiner Neujahrsansprache. 2018 sei ein sehr symbolisches Jahr, berücksichtige man, dass Georgien noch immer zu einem Fünftel seines Territoriums besetzt gehalten werde.

Dies zu ändern sei eines der wichtigsten Ziele der georgischen Regierung. „Ich glaube fest daran, dass wir in der Wiederherstellung von Vertrauen [zwischen Georgien und den besetzten Gebieten, Anm. d. Red.] erfolgreich sein werden und eine gemeinsame Zukunft für uns und unsere Nachfahren aufbauen werden“, so Kvirikashvili in seiner Ansprache.

Bildung als Grundvoraussetzung gesellschaftlichen Fortschritts

Als einen der wichtigsten Voraussetzungen für eine erfolgreiche Wiedervereinigung hoben sowohl der Präsident als auch der Premierminister ein solides Bildungssystem hervor. Nur so könnten eigenständigere, verantwortungsbewusste Generationen heranwachsen.

Kvirikashvili betonte, dass er sich ein Georgien wünsche, in dem jeder seine Träume verfolgen und Ideen in Taten umsetzen könne.

Vor allem auch mit Bezug auf die besetzten Gebiete in Georgien sagte Margvelashvili: „Wir müssen unsere Unterschiede akzeptieren und uns eingestehen, dass unser Individualismus unser Vermögen ist.“ Der Präsident rief das Jahr 2018 zum "Jahr der Freiheit“ aus, das er mit jedem gemeinsam erleben und teilen wolle, der an die Kraft der Freiheit glaube.




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