Außenpolitik
"Wie Du mir - so ich Dir": Russland weist georgischen Diplomat aus.
Russland hat Georgien die Antwort auf die Ausweisung eines russischen Diplomaten aus Georgien zukommen lassen und seinerseits einen georgischen Diplomaten aus Russland ausgewiesen.

Beide Diplomaten waren an den jeweiligen Botschaften der Schweiz in Tbilisi bzw. Moskau integriert, weil es seit dem August-Krieg 2008 keine offiziellen diplomatischen Beziehungen zwischen Georgien und Russland gibt.

Die Ausweisung des russischen Diplomaten aus Georgien war als Akt der Solidarität mit Großbritannien und der dortigen Entscheidung erfolgt, einen erheblichen Teil der Mitarbeiter der Botschaft der Russischen Föderation in Großbritannien wegen des Gift-Anschlags auf den ehemaligen Doppelspion Sergej Wiktorowitsch Skripal des Landes zu verweisen. Parallel dazu hatte die Regierung Großbritanniens alle befreundeten Länder dazu aufgerufen, es dem Vereinigten Königreich gleich zu tun.

Über die nun erfolgte Revanche aus Moskau wurde das georgische Außenministerium durch ein entsprechendes Schreiben aus Moskau informiert, das von Vertretern der Schweiz in Georgien übergeben worden sei.

Print E-mail
FaceBook Twitter Google
Ähnliche Nachrichten
Die US-Regierung zeigt sich interessiert daran, die Wirtschafts- und Handelsbeziehungen mit Georgien weiter auszubauen. Das ist das Ergebnis von Gesprächen, die der georgische Außenminister Mikheil Janelidze während seines mehrtägigen Besuchs in den USA unter anderem mit dem Handelsbeauftragten der US-Regierung für Asien und Europa, Jeffrey Gerrish, hatte.
Bundesminister Seehofer hat auf Anfrage bestätigt, dass das Bundesinnenministerium an einem Gesetzentwurf arbeite, der Georgien in die Liste der „sicheren Herkunftsländer“ aufnehmen soll.
Der Präsident und der Premierminister von Georgien haben ihre „tief empfundene Anteilnahme“ angesichts der Amokfahrt in Münster zum Ausdruck gebracht. Premierminister Giorgi Kvirikashvili sagte, Georgien stehe an diesem traurigen Tag an der Seite Deutschlands. Die Gedanken der georgischen Bürgerinnen und Bürger seien bei den Familien der Opfer und bei den Verletzten, die „hoffentlich bald und vollständig genesen“ würden.
Der georgische Außenminister Mikheil Janelidze ist nach Washington, D.C. gereist um dort in den nächsten Tagen mit Vertretern der Trump-Administration über die mögliche Ausweitung der georgisch-amerikanischen Handelsbeziehungen und der politischen Zusammenarbeit zu diskutieren.