Außenpolitik
© Außenministerium Georgien
Außenminister Janelidze in Baku
Der georgische Außenminister, Mikheil Janelidze, traf sich anlässlich seines Besuchs in der aserbaidschanischen Hauptstadt Baku unter anderem mit dem Präsidenten des Landes, Ilham Aliyev.


Hilfe im Kampf gegen die Waldbrände

Beide Seiten betonten im Gespräch die guten Arbeitsbeziehungen der Nachbarn und sehen in der bisherigen strategischen Zusammenarbeit eine Grundlage für künftige gemeinsame Projekte. Janelidze bedankte sich im Namen Georgiens bei Aserbaidschan für die Unterstützung im Kampf gegen die zahlreichen Waldbrände, die in den georgischen Bergwäldern in diesem Sommer wüten – Aserbaidschan hatte mehrmals Löschhubschrauber zur Hilfe geschickt.

Darüber hinaus wurde die Gelegenheit auch zur Vorbereitung des kommenden trilateralen Treffens der Außenminister der Länder Georgien, Aserbaidschan und Türkei genutzt.


Enge Kooperation in der Erweiterung der Infrastruktur

Weiterhin betonten Aliyev und Janelidze die große Bedeutung der gemeinsamen Infrastrukturprojekte. Durch die zahlreichen Bauvorhaben in Georgien und die wohl in diesem Jahr fertiggestellte Bahnlinie Baku-Tbilisi-Kars, die von Aserbaidschan über Georgien in die Türkei verlaufen wird, wollen beide Länder von deutlich gestiegenen Handelsaufkommen im Kaukasus profitieren. Die geographische Lage als Knotenpunkt zwischen Europa und Asien, zwischen den Wirtschaftsräumen EU und Süd- und Südostasien, verspricht für beide Nationen großen wirtschaftlichen Wachstum. Vor allem dank Chinas Plan, die Seidenstraße wieder aufleben zu lassen, profitiert Georgien von zahlreichen Investitionen in seine Straßen und Häfen.

Um auch den Handel untereinander zu stärken, diskutierten die Gesprächspartner die Einrichtung von Handelshäusern. Beide Länder könnten in diversen Feldern noch enger kooperieren.

Ob in den Konsultationen auch der Fall „Mukhtarli“ besprochen wurde, blieb unklar. Stellungnahmen speziell zu diesem Thema gab es nicht.
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