Außenpolitik
© Das Ministerium für Auswärtige Angelegenheiten von Georgien
Georgischer Außenminister auf Besuch in Deutschland
Auf Einladung des deutschen Staatsministers für Europa im Auswärtigen Amt, Michael Roth, reiste der georgische Außenminister, Mikheil Janelidze, für einen Arbeitsbesuch nach Frankfurt am Main.

Vom 25. bis zum 27. August traf Janelidze im Zuge dessen sowohl Bundes- und Landespolitiker Hessens als auch deutsche Wirtschaftsvertreter.

Bei einem Treffen mit der hessischen Landesministerin für Bundes- und Europaangelegenheiten, Lucia Puttrich, berichtete Janelidze über die besorgniserregenden Entwicklungen in den von Russland besetzten georgischen Gebieten von Abchasien und Tskhinvali (Süd-Ossetien).

Mit dem hessischen Parlamentspräsidenten Norbert Kartmann sprach Janelidze über die positiven Entwicklungen durch die Marktliberalisierung Georgiens. Diese würden nebenbei auch für deutsche Investoren sehr vorteilhafte Bedingungen herbeiführen. Freihandelsabkommen mit der Europäischen Union als auch mit China und weiteren Ländern würden Georgien zunehmend zu einer Brücke zwischen Asien und Europa machen, so Janelidze.


Der georgische Außenminister Mikheil Janelidze trifft Vertreter der deutschen Wirtschaft. © Das Ministerium für Auswärtige Angelegenheiten von Georgien
Der georgische Außenminister Mikheil Janelidze trifft Vertreter der deutschen Wirtschaft. © Das Ministerium für Auswärtige Angelegenheiten von Georgien


Höhepunkt des Deutschlandbesuchs Janelidzes war ein gemeinsames Konzert des Chors der Modell- und Gesamtoberschule Obersberg und des Jugendchors „Tutarchela“ aus Rustavi. Janelidze würdigte das kulturelle Programm und setzte es, auch im Hinblick auf das Deutsch-Georgische Jahr der Freundschaft, in einen größeren Kontext:

"In besonderer Weise haben Sie, verehrter Herr Chorleiter Ulli Meiß, durch Ihre Idee, das Orchester und die beiden Chöre zusammen zu bringen, eine Brücke der Freude und der Gemeinschaft gebaut. Eine Brücke des Friedens und des gemeinsam empfundenen und, durch Musik und Gesang, mit anderen geteilten Glücks.
Sie haben eine im besten Sinn „europäische Brücke“ geschaffen."

- Mikheil Janelidze, Minister für Auswärtige Angelegenheiten von Georgien

Höhepunkt des Zusammentreffens Janelidzes und Roths war ein gemeinsames Konzert der Chöre der Modell- und Gesamtoberschule Obersberg und „Tutarchela“ aus dem georgischen Rustavi. © Michael Roth MdB / Twitter
Höhepunkt des Zusammentreffens Janelidzes und Roths war ein gemeinsames Konzert der Chöre der Modell- und Gesamtoberschule Obersberg und „Tutarchela“ aus dem georgischen Rustavi. © Michael Roth MdB / Twitter


Roth, der ebenfalls zum Konzert anwesend war, sagte nach seinem Treffen mit Janelidze: „Der Besuch des Ministers unterstreicht wie eng und vertrauenswürdig die Beziehungen zwischen Georgien und Deutschland sind. Wir möchten somit ein positives Signal in die Zukunft senden. Die Beziehung zweier Länder basiert nicht ausschließlich auf dem politischen Dialog, sondern stellt auch eine Einladung für Zivilgesellschaften, Kulturvertreter, Medien, Wissenschaften und die Wirtschaft dar, die die Zusammenarbeit verbessern.“

Insbesondere vor dem Hintergrund des Deutsch-Georgischen Jahres, das im Frühjahr feierlich unter Anwesenheit des deutschen Außenministers Sigmar Gabriel sowie Janelidzes im Auswärtigen Amt in Berlin eingeläutet worden war, war das Treffen in Frankfurt von hervorgehobener und vertraut freundschaftlicher Bedeutung.



GEORGIEN Aktuell berichtete zur Eröffnung des Deutsch-Georgischen Jahres. Lesen Sie dazu auch:

27. April 2017:
Deutsch-Georgische Freundschaft: Außenminister treffen sich in Berlin

Die vollständige Rede des georgische Außenministers anlässlich des Treffens mit dem deutschen Staatsminister für Europa im Auswärtigen Amt, Michael Roth, finden Sie hier.

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