Politik
© Georgischer Staatssicherheitsdienst
Sugdidi: Ehemaliger Bürgermeister wegen Korruptionsverdachts verhaftet
Die Anti-Korruptionsbehörde des georgischen Staatssicherheitsdienstes verhaftete den ehemaligen Bürgermeister von Sugdidi, Lasha Gogia, sowie seinen Stellvertreter Gia Gulordava, die Mitte September wegen dringenden Korruptionsverdachts von ihren Ämtern zurückgetreten waren.

Laut offizieller Erklärung der Behörde akzeptierten Gogia und Gulordava Anfang des Jahres in ihrer jeweiligen Funktion von einem Geschäftsmann rund USD 21.500 Bestechungsgeld für die öffentliche Ausschreibung zweier Grundstücke in Sugdidi, dem Verwaltungszentrum von Samegrelo-Zemo in der Region Svaneti.

 

Der georgische Staatssicherheitsdienst eröffnete die Untersuchung am 13. September und nahm Audioaufnahmen des Fernsehsenders Rustavi 2 als Verhandlungsgrundlage. Darin wirft der Geschäftsmann Lasha Gogia und Gia Gulordava vor, das Geld ohne die Erfüllung der Bedingungen angenommen zu haben. Sowohl Gogia als auch Gulordava bestritten die Vorwürfe.

 

Die Behörde leitet die Ermittlungen wegen Bestechung gemäß Artikel 338 des georgischen Strafgesetzbuches. Den Inhaftierten drohen möglicherweise Haftstrafen zwischen 11 und 15 Jahren.

Print E-mail
FaceBook Twitter Google
Ähnliche Nachrichten
Mit einer schmerzlichen Überraschung für die Regierungspartei "Georgischer Traum" und die von ihr unterstützte, unabhängige Kandidatin Salome Zurabishvili endete die erste Runde der Wahlen für das Amt des künftigen Staatspräsidenten.
Auch die letzten Tage im Wahlkampf um den Posten der Präsidentschaft bleiben von heftigen wechselseitigen Auseinandersetzungen und Vorwürfen der Kandidaten und ihrer politischen Unterstützer gekennzeichnet.
Erneut nehmen verschiedene Nichtregierungsorganisationen (NGOs) eine Aussage der georgischen Präsidentschaftskandidatin Salome Zurabishvili zum Anlass für vehemente Kritik.
Der Leiter des Nationalen Zentrums zur Seuchenbekämpfung (NCDC), Amiran Gamkrelidze, hat Behauptungen russischer Medien dementiert, wonach im nahe der georgischen Hauptstadt Tbilisi gelegenen „Richard-Lugar-Zentrum“ illegale Experimente und Forschungen zur Herstellung von Biowaffen durchgeführt würden.
Zum letzten Mal haben die Wählerinnen und Wähler in Georgien am 28. Oktober die Möglichkeit, ihren Staatspräsidenten in direkter Wahl zu bestimmen. Eine beschlossene Änderung der georgischen Verfassung sieht für die Zukunft eine Wahl des Präsidenten durch ein extra und ausschließlich dafür einberufenes Wahlgremium vor, ähnlich der Bundesversammlung in der Bundesrepublik Deutschland. Während die Amtsperiode des nun zu wählenden Präsidenten fünf Jahre beträgt, wird sich der Turnus in Zukunft auf vier Jahre verkürzen. Eine einmalige Wiederwahl bleibt möglich.