Politik
© Agenda / Nino Alavidze
Stichwahlen in sechs Wahlbezirken in Georgien am Sonntag
In sechs der insgesamt 63 Wahlbezirke in Georgien sind am Sonntag die Bürger dazu aufgerufen, per Stichwahl darüber zu entscheiden, wer zukünftig dem Bezirk als Bürgermeister vorstehen soll.

In 57 Wahlbezirken waren am 21. Oktober in den landesweiten Regionalwahlen die zukünftigen Bürgermeister bereits ermittelt worden. In den sechs Bezirken Borjomi, Ozurgeti, Khashuri, Kazbegi, Kutaisi und Martvili konnte dabei kein Kandidat eine absolute Mehrheit der Wähler hinter sich versammeln – folglich treten am Sonntag die beiden jeweils meistgewählten Kandidaten in Stichwahlen gegeneinander an. Insgesamt 328.304 Wähler können ihre Stimmen abgeben.

In den Lokalwahlen lagen dabei in den sechs genannten Bezirken die Vertreter der Partei „Georgischer Traum“ vorne, die über eine verfassungsgebende Mehrheit im Parlament verfügt und in 56 der 63 Bezirke die Wahl gewann. Nur in Tianeti setzte sich mit Tamaz Mechiauri ein Kandidat durch, der für seine eigene, nach ihm benannte, politische Bewegung antrat. In den Stichwahlen am Sonntag sei ein Sieg der Kandidaten der Partei „Georgischer Traum“ in allen sechs Bezirken nach Ansicht von Kommentatoren nicht unwahrscheinlich.

Am spannendsten dürfte die Wahl im Bezirk Borjomi ausfallen, wo die beiden Bürgermeisterkandidaten Belgar Sioridze (Partei „georgischer Traum) und Zaza Chachanidze von der ultrakonservativen Partei „Allianz der Patrioten“ gegeneinander antreten. Im Oktober trennten die beiden Kandidaten lediglich 0,2 Prozentpunkte. Auch in Ozurgeti war der Unterschied zwischen den beiden Bestplatzierten nur geringfügig, der Ausgang hier auch ungewiss.
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