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USA „beunruhigt“ durch Entführung von aserbaidschanischem Journalisten aus georgischem Exil
In einer offiziellen Stellungnahme des US-Außenministeriums zeigen sich die Vereinigten Staaten deutlich beunruhigt durch die Entwicklung im Fall des aus dem georgischen Exil verschleppten Journalisten Afgan Mukhtarli nach Aserbaidschan.

Die US-Regierung fordert Aserbaidschan auf, Mukhtarli unverzüglich freigelassen. Er habe seine ihm zugrundeliegenden Freiheiten ausgeübt. Dies stehe im Einklang zum intenational geltenden Völkerrecht und den Statuten der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE), denen sich Aserbaidschan verschrieben hätte.

Gleichzeitig hoffe das US-Außenministerium auf eine „vollständige, transparente und zeitnahe“ Aufklärung der Ereignisse durch die von Georgien eingeleiteten Untersuchungen. Man werde die Entwicklungen im dem Fall ganz genau verfolgen, heißt es in der Stellungnahme.

Mukhtarli war am 29. Mai auf dem Nachhauseweg im Exil in Tbilisi von bislang unbekannten Personen entführt worden. Sie sollen den von der aserbaidschanischen Regierung verfolgten Investigativ-Journalisten an die Aserbaidschanische Grenze gebracht und ihn dort den aserbaidschanischen Behörden überlassen haben.



Hinweis:



Der Online-Dienst von Deutschlandfunk veröffentlichte zur Entführung des aserbaidschanischen Journalisten einen Audio-Beitrag (externer Link). Im Gespräch mit Brigitte Baetz erfährt Ulrike Gruska, dass dieses Vorgehen in Aserbaidschan System habe.

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