Kultur
Georgische Musik auf langer Reise im All
Vor 40 Jahren schickte man mit den Voyager Golden Records Botschaften an mögliche Außerirdische ins All. Die Datenplatten tragen Bild- und Audioinformationen aus verschiedenen Teilen unserer Erde, darunter auch „Chakrulo“, ein polyphones Lied aus Georgien.

Die Golden Records wurden mit den interstellaren Raumsonden Voyager 1 und Voyager 2 ins All geschickt und beinhalten Grußworte in 55 Sprachen, eine Nachricht des damaligen UN-Generalsekretärs Kurt Waldheim, eine Sammlung von Bildern sowie 27 Musikstücke. Dass auch „Chakrulo“ von Erisioni ausgewählt wurde, zeichnete das georgische Lied besonders aus. 2001 erklärte auch die UNESCO die georgische Vokalpolyphonie zu einem Meisterwerk und immateriellem Erbe.

Die US-amerikanische Botschaft in Tbilisi, Georgien machte kürzlich auf den 40. Jahrestag des Sondenstarts aufmerksam und kündigt für den 25. bis 28. September eine Reihe von Veranstaltungen und Filmen zur Erinnerung an den besonderen Anlass an.

Der polyphone georgische Chorgesang "Chakrulo" wurde als Teil der Voyager Golden Records-Botschaften, die mit den Raumsonden Voyager 1 und Voyager 2 ins All geschossen wurden. (Quelle: YouTube)

Die Raumsonden Voyager befinden sich mittlerweile mehr als 20 Milliarden Kilometer von der Erde entfernt. Sie bewegen sich mit einer Geschwindigkeit fort, in der man die gesamte Erde in 40 Minuten umrunden könnte. Eingeschlossen in die Platte ist auch eine Nachricht des damaligen US-amerikanischen Präsidenten Jimmy Carter, der mit seinen Worten die Hoffnung ausdrückte, dieses Präsent der Erdbevölkerung würde eines Tages gefunden und gelesen werden und dass auch zu jenem Zeitpunkt Menschen auf der Erde fortbestehen würden.

Die zwei Voyager Raumsonden symbolisieren die Frage der Menschen nach unbekanntem Leben im Universum – es bleibt bis heute ungewiss, ob der Gesang der georgischen Volksmusiker auch einmal Gehör außerhalb der Grenzen unseres Planeten findet.




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