Kultur
CC0 Creative Commons License
„Buchtage“: Messe für Literatur, Buchdesign und Kunst in Tbilisi
In der georgischen Hauptstadt Tbilisi wurden die „Buchtage“ eröffnet. Auf der mehrtägigen Messe können alle Interessierten einen Einblick in die neueste Literatur des Landes, in die Fotografie, die Kunst und internationales Buchdesign werfen.

Auf dem Messegelände der Expo Georgia stehen in diesem Jahr, neben den namengebenden Neuerscheinungen in der reichhaltigen georgischen Literaturszene, neue Strömungen in der Designwelt von Polen. In Workshops und Diskussionen soll den Besuchern die polnische Designschule nähergebracht werden und ein Einblick in die Designarbeit bei der Erstellung von beispielsweise Buchrücken oder der Seitengestaltung gegeben werden. Zudem reisten neunzehn junge polnische Illustratoren für die Messe an – ihre Fähigkeiten können die Besucher in Tbilisi bewundern. Polen ist ein wichtiges Partnerland für Georgien, nicht nur im künstlerischer Hinsicht. So kooperieren beide Staaten in vielen Bereichen, unter anderem im Militärwesen. Es kommen zudem Jahr für Jahr mehr polnische Touristen nach Georgien.

Neben bekannten und aufstrebenden Fotografen in Georgien, deren Werke ausgestellt werden, wird auf der Messe auch das beste Buchdesign gekürt. Dabei schauen sich die Kuratoren des Wettbewerbs, der von der deutschen Stiftung Buchkunst in Leipzig organisiert wird, Buchdesigns aus verschiedensten Ländern an. Der Wettbewerb ist zudem noch in anderer Hinsicht besonders, ist es doch das erste Mal, dass georgische Designer daran teilnehmen. Zudem werden die Gewinner auf der Frankfurter Buchmesse im kommenden Jahr ausgestellt – Georgien ist dann Gastland auf der Buchmesse.
Print E-mail
FaceBook Twitter Google
Ähnliche Nachrichten
Der diesjährige „Brücke Berlin“ Literatur- und Übersetzerpreis geht an den georgischen Autor Zaza Burchuladze und seine Übersetzerin Natia Mikeladse-Barsoliani für den Roman „Touristenfrühstück“.
Das De-facto-Regime in Tskhinvali / Süd-Ossetien hat seine wiederholt geäußerte Forderung nach "Herausgabe" einer Ikone aus dem 11. Jahrhundert von Georgien wiederholt.
Auf der Frankfurter Buchmesse wird Georgien im Oktober Ehrengastland sein. Die soeben eröffnete Buchmesse in Leipzig ist der Auftakt für ein Jahr, das georgische Literatur in seiner ganzen, unbekannten Vielfalt nach Deutschland bringen wird. Das Motto lautet „Georgia – Made by Characters“ was so vielsagend wie vielversprechend ist. Denn „Character“ meint im Englischen „Buchstabe“ genauso wie „Charakter“.