Gesellschaft / Geschichte
Spielplatz im Zeichen der deutsch-georgischen Freundschaft
Ein neuer Spielplatz in Bolnisi im Süden Georgiens symbolisiert die guten deutsch-georgischen Beziehungen und die interkulturelle Zusammenarbeit.

Unter der Leitung von Joerg Schulze entwarfen und erbauten arbeitslose Jugendliche aus der Region einen Spielplatz für die Stadt. Schulze, ein deutscher Künstler, hat sich darauf spezialisiert, seine Kunstarbeit um sozial- und jugenpädagogische Aspekte zu ergänzen, fertigte mit den jungen Menschen zahlreiche, vor allem farblich bestechende, Installationen zum Spielen an. Den Jugendlichen werden so Fähigkeiten vermittelt, mit denen sie sich im Arbeitsmarkt besser integrieren können.

Darüber hinaus wird der Spielplatz als Treffpunkt für die Nachbarschaft dienen und bietet Platz für Sport und zum Grillen.

Bolnisis Gründungsgeschichte geht auf schwäbische Auswanderer in den Jahren 1818/1819 zurück. Unter dem namen Katharinenfeld besaß die Stadt im 19. Jahrhundert neben einer deutschen Zeitung auch fünf Fußballmannschaften. Ein kleines Museum informiert dort noch heute über den Einfluss deutscher Siedler in der Region.

So erinnert der in deutsch-georgischer Kooperation entstandene Spieltplatz auch an fast 200 Jahre deutsche Geschichte in Georgien und ist ebenfalls Teil vielfältiger Aktionen und Projekte im deutsch-georgischen Jahr 2017.

Die deutsche Eberhard Schöck Stiftung, eine Institution zur Förderung der bauhandwerklichen Berufsbildung in Osteuropa, finanzierte das Projekt in Bolnisi.

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